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Ausstellung in der Bundeskunsthalle

Pina Bausch – Pionierin des Tanztheaters

Pina Bausch hat mit ihren Choreographien eine neue Kunstform des Tanzens geprägt. Die Bundeskunsthalle gibt jetzt in der Ausstellung "Pina Bausch und das Tanztheater" Einblicke in Leben und Werk der berühmten Choreographin.

Kern der Ausstellung ist ein Nachbau der "Lichtburg". In diesem Proberaum in einem alten Wuppertaler Kino entwarf Pina Bausch einen Großteil ihrer Stücke. Die "Lichtburg" war für sie ein privater Rückzugsort. In der Ausstellung wird er zu einem "Ort der Begegnungen". Mitglieder des Tanztheaters Wuppertal vermitteln den Besucherinnen und Besuchern über öffentliche Proben, Gespräche und Filme die Faszination des Tanztheaters.

Philippine "Pina" Bausch (1940-2009) war von 1973 - 2009 Leiterin des Tanztheaters Wuppertal. Bereits als Kind nahm sie Ballettunterricht. Später folgte ein Tanzstudium an der Folkwang-Hochschule (1955-1958). Dank eines Stipendiums konnte sie sich in New York an der Juilliard School fortbilden, wo sie mit dem Modern Dance in Berührung kam. Aus diesem entwickelte sie stetig ihren eigenen Stil, der durch ihre interdisziplinäre Ausbildung geprägt war.

Pina Bausch Archiv

Als die Tänzerin und Choreographin 2009 starb, hinterließ sie der Nachwelt ihr Lebenswerk in Form einer Materialsammlung: Kostüme, Regiebücher, Briefe, Programmhefte, Videos, Bühnenbilder, Fotos, Plakate, Interviews, Arbeitsmappen und vieles mehr. Der Nachlass gibt Einblicke in die Entstehungsprozesse ihrer Arbeit. Das Ganze wurde archiviert und ist heute im Besitz der Pina Bausch Foundation in Wuppertal.

Die Erhaltung des Archivs für die Öffentlichkeit wurde auch unter anderem von der Kulturstiftung des Bundes unterstützt. Dazu mussten alle Materialien erfasst, konserviert und manche auch restauriert werden. Allein in den letzten drei Jahren finanzierte die Bundeskulturstiftung das Unterfangen mit insgesamt 1.170.000 Euro.

Pionierin des Tanztheaters

Pina Bausch gilt als Pionierin des modernen Tanztheaters. Ihre Choreographien prägten den Tanz im 20. Jahrhundert. Ihre erste Choreographie war 1968 "Fragment". Darauf folgten viele weitere Stücke. Durch ihre Kombination aus Tanz, Pantomime, Sprache und Schauspiel begründete sie eine neue Kunstform. Über ihren Stil war Bausch in der Lage, Gefühle völlig neu auszudrücken. In der Fachwelt gilt sie daher als die bedeutendste Choreographin ihrer Zeit. Auf Reisen mit dem Wuppertaler Tanztheater erlangte sie international Bekanntheit.

Die Ausstellung in Bonn findet vom 4. März bis zum 24. Juli 2016 statt. Vom 15. September 2016 bis 9. Januar 2017 kommt die Ausstellung auch in den Martin-Gropius-Bau in Berlin.

Freitag, 4. März 2016

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