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66. Internationale Filmfestspiele Berlin

Goldener Bär für Flüchtlingsdokumentation

"Fuoccoammare" – Feuer auf dem Meer – lautet der Titel des diesjährigen Hauptpreisträgers der Berlinale. Die Verleihung des Goldenen und der Silbernen Bären war der offizielle Höhepunkt des Festivals, das am Sonntag zu Ende ging.

"Die Berlinale setzt immer wieder politisch wie auch künstlerisch Akzente", lobte Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Eröffnung das besondere Profil des Festivals. Ein Anspruch, dem die Berlinale auch in diesem Jahr gerecht wurde.

Unter dem Motto "Das Recht auf Glück" präsentierte sie zahlreiche Filme, die sich mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. "Künstler reflektieren audiovisuell die Welt. Und die ist in Bewegung, im Wortsinn: Millionen von Menschen sind auf "Wanderschaft". Nicht freiwillig", erklärte Festivalleiter Dieter Kosslick.

Hauptpreis für einen Dokumentarfilm

Das gilt besonders für den italienischen Dokumentarfilm "Fuoccoammare" von Gianfranco Rosi, der am Samstag mit dem Goldenen Bären als bester Film ausgezeichnet wurde.

Er erzählt vom Leben eines 12-jährigen Jungen auf Lampedusa. Die Insel im Mittelmeer ist Ziel vieler Flüchtlinge aus Nordafrika. Tausende sind bereits auf der Überfahrt ums Leben gekommen - auch davon berichtet der Dokumentarfilm in eindringlichen Bildern. Neben dem Jungen hat auch der einzige Arzt der Insel eine Hauptrolle. Er ist nicht nur für die Inselbewohner zuständig, sondern auch für jene, die tot, verletzt oder traumatisiert aus dem Meer geborgen werden.

Im Wettbewerb: Filme aus aller Welt

Der italienische Beitrag war einer von insgesamt 18 Filmen, die in diesem Jahr im Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrierten. Als Regisseurin wurde Mia Hansen-Løve fur ihren Spielfilm "L'avenir" augezeichnet. Die Darstellerpreise gingen an Trine Dyrholm in "Kollektivet" (The Commune) von Thomas Vinterberg und an Majd Mastoura für seine Rolle in "Inhebbek Hedi" (Hedi) von Mohamed Ben Attia. Mit dem Großen Preis der Jury wurde der Spielfilm "Smrt u Sarajevu" (Death in Sarajevo) prämiert.

Wie in den vergangenen Jahren präsentierte auch die 66. Ausgabe der Berlinale ein breit gefächertes Programm: Vom Debütfilm bis zum Filmklassiker, vom Kurzfilm bis zum kulinarischen Kino. Zu sehen waren 434 Filme in neun Sektionen und zahlreichen Sonderreihen. Im Wettbewerb konkurrierten 18 Filme, darunter eine deutsche Produktion, um den Goldenen und die Silbernen Bären. Über sie entschied eine achtköpfige internationale Jury unter Leitung der US-amerikanischen Schauspielerin Meryl Streep.

Einer der wichtigsten Filmmärkte

Besonders erfolgreich war in diesem Jahr der European Film Market - einer der größten Filmmärkte weltweit. Mit 541 Ausstellern aus 73 Ländern waren mehr Produzenten, Rechtehändler und Einkäufer denn je angemeldet. Als erster Branchentreffpunkt des Jahres gehört er zu den bedeutendsten Plattformen für den Handel mit Filmen und audiovisuellen Inhalten.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin sind seit 2001 Teil der "Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin". Sie werden vom Bund mit rund 6,7 Millionen Euro aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin gefördert.

Montag, 22. Februar 2016

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