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Dobrindt für Abgaskontrollen

"Dopingtest" für Autos

Als Konsequenz aus den Manipulationen bei VW will das Bundesverkehrsministerium Autos künftig schärfer überprüfen. "Es wird Kontrollen für Kraftfahrzeuge im Stile von Dopingtests geben - unangemeldet, jedes Jahr", kündigte Verkehrsminister Dobrindt an.

Ein Messschlauch eines Gerätes zur Abgasuntersuchung für Dieselmotoren steckt im Auspuffrohr eines VW Golf 2.0 TD. Dobrindt will für mehr Transparenz bei Abgaswerten zu sorgen und das Vertrauen in die Autobranche stärken. Foto: picture alliance / dpa

"Nach dem Zufallsprinzip werden Fahrzeuge beispielsweise über Autovermietungen ausgewählt und deren Schadstoffausstoß getestet", so Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Sein Ministerium wolle sicherstellen, dass solche Manipulationen nicht wieder passieren. Es werde das Kontrollsystem daher weiterentwickeln.

Offenlegung der Motorsoftware

Im Januar hatte das Bundesverkehrsministerium bereits mehrere Neuregelungen in den Blick genommen. So sollen sich technische Prüfdienste wie Dekra oder TÜV, die für einen Hersteller tätig sind, künftig in einer Rotation abwechseln.

Die Untersuchungskommission des Ministeriums schlägt zudem vor, staatliche Prüfstände für Emissionsnachmessungen aufzubauen, um wirtschaftliche Abhängigkeiten zwischen Prüfinstituten und Herstellern zu vermeiden.

Außerdem sollen Hersteller dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ihre Motorsoftware offenlegen. Dadurch wird es leichter, etwaige Abschaltvorrichtungen zu erkennen, die bei den Abgastests zu niedrigeren Emissionswerten führen.

Verlorenes Vertrauen zurückgewinnen

"Diese zusätzlichen Prüfungen sollen helfen, durch den VW-Skandal verspieltes Vertrauen in die Autoindustrie wiederherzustellen", sagte der Verkehrsminister. Auch müssten "die Verantwortlichen klar benannt und zur Rechenschaft gezogen werden".

Deshalb erwarte er, dass Volkswagen "vollumfänglich über die Abläufe, die zu der Manipulation geführt haben, Auskunft gibt". Der Konzern müsse den Schaden beheben und dafür sorgen, dass den betroffenen Kunden keine Nachteile entstehen.

Dienstag, 16. Februar 2016

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Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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