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Internationale Filmfestspiele Berlin

Vorhang auf für die Berlinale

Mit "Hail, Caesar!", einer Hommage der Coen-Brüder an die Traumfabrik Hollywood, hat die 66. Berlinale begonnen. Ein glamouröser Auftakt für das Festival, das in den kommenden zehn Tagen über 430 Filme präsentiert. Größter Förderer der Berlinale ist der Bund.

Eröffnungsfilm mit den Kulturstaatsministerin Grütters, die Coen-Brüdern und Hauptdarsteller, Josh Brolin in der ersten Reihe In der ersten Reihe: Kulturstaatsministerin Grütters, die Coen-Brüder und Hauptdarsteller Josh Brolin. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Selten war das Staraufgebot so groß wie diesmal: Zur Freude des Publikums drehten nicht nur George Clooney und Josh Brolin, sondern auch Tilda Swinton und Meryl Streep Extra-Runden auf dem roten Teppich vor dem Berlinale-Palast.

"Ein Filmfestival ist immer auch Seismograf, Diskurs und Spiegel der Realität", ist Festivalleiter Dieter Kosslick überzeugt. In diesem Jahr reflektiere deshalb auch die Berlinale eine Welt in Bewegung, in der Millionen Menschen auf Wanderschaft sind, viele davon auf der Flucht. Dass sie sich dabei auch auf die Suche nach Perspektiven macht, zeigt das diesjährige Motto des Festivals "Das Recht auf Glück".

Grütters: Filmkunst ist unentbehrlich

Die Berlinale setze immer wieder politisch wie auch künstlerisch Akzente, lobte Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Eröffnung das besondere Engagement des Festivals - und seines Direktors Kosslick. Was die Filmkunst vermöge, sei vielleicht selten so unentbehrlich wie in diesen bewegten Zeiten, fuhr Grütters fort.

Filme zeigten den einzelnen Menschen - seine Geschichte, seine Sehnsucht nach Glück und seine Suche nach Heimat, so die Kulturstaatsministerin. "Filme offenbaren, dass uns als Menschen viel mehr verbindet als uns trennt. Damit kann Kino eine Insel der Menschlichkeit sein, weil es uns mitfühlen und auch mitleiden lässt."

Ganz Berlin im Zeichen des Films

Einen Blick hinter die Kulissen Hollywoods gewährte anschließend die Komödie "Hail, Caesar!" von Joel und Ethan Coen. Auftakt für einen zehn Tage dauernden Kino-Marathon mit insgesamt 434 Filmen. Gezeigt werden sie in neun Sektionen und zahlreichen Sonderreihen. 151 Filme sind deutsche Produktionen oder Koproduktionen.

Im Wettbewerb laufen 23 Filme. Davon konkurrieren 18, darunter eine deutsche Produktion, um den Goldenen und die Silbernen Bären. Über sie entscheidet eine achtköpfige internationale Jury unter Leitung der US-amerikanischen Schauspielerin Meryl Streep.

Wie in den vergangenen Jahren präsentiert auch 66. Ausgabe der Berlinale ein breit gefächertes Programm: Vom Debütfilm bis zum Filmklassiker, vom Kurzfilm bis zum kulinarischen Kino - für Jeden ist etwas dabei.

Preise für Altmeister und Talente

Wer den "Ehrenbären" bekommt, ist schon heute bekannt. In diesem Jahr geht er an den deutschen Meister der Kamerakunst Michael Ballhaus, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. Ihm ist außerdem eine Hommage mit elf Filmen gewidmet.

Langjährige Tradition haben auch die "Berlinale Talents": Ein Angebot, das es 300 vielversprechenden Nachwuchsfilmern ermöglicht, sich untereinander zu vernetzen und mit Branchenexperten ins Gespräch zu kommen.

Branchentreff und Filmmarkt

Die Berlinale hat aber noch mehr zu bieten: Der European Film Market, der jedes Jahr während der Berlinale stattfindet, ist einer der größten Filmmärkte weltweit. Mit 541 Ausstellern aus 73 Ländern haben sich in diesem Jahr mehr Produzenten, Rechtehändler und Einkäufer denn je angemeldet.

Als erster Branchentreffpunkt des Jahres gehört er zu den bedeutendsten Plattformen für den Handel mit Filmen und audiovisuellen Inhalten.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin sind seit 2001 Teil der "Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin". Sie werden vom Bund mit rund 6,7 Millionen Euro aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin gefördert.

Donnerstag, 11. Februar 2016

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