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Sachsen-Gedenkmünze

Kanzlerin übergibt neue Zwei-Euro-Münze

Am 5. Februar geht eine neue Zwei-Euro-Münze in Umlauf. Das erste Münz-Set hat die Bundeskanzlerin jetzt dem sächsischen Regierungschef und neuen Bundesratspräsidenten Tillich überreicht. Die Gedenkmünze ist dem Freistaat Sachsen und dem Föderalismus in Deutschland gewidmet.

Der Parlamentarische Finanzstaatssekretär Jens Spahn zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel neben Bundesratspräsident Stanislaw Tillich die 2-Euro-Münze “Sachsen”. Ab 5. Februar im Umlauf: Die neue Zwei-Euro-Gedenkmünze Foto: Bundesregierung/Steins

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Zunächst stattete Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich der Bundeskanzlerin seinen Antrittsbesuch als neuer Bundesratspräsident ab. Anschließend konnte Tillich dann die neue Zwei-Euro-Gedenkmünze "Sachsen" aus den Händen der Kanzlerin im Empfang nehmen.

"Der Föderalismus in Deutschland verleiht den Besonderheiten der Bundesländer ein besonderes Gewicht und eine besondere Stimme", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Übergabe der Münze im Kanzleramt. Die föderale Vielfalt spiegele sich nicht nur in der Zusammensetzung des Bundesrates wieder, sondern auch in deren kultureller Vielfalt, so Merkel. Auf der nationalen Seite der Münze sei deshalb auch immer ein Wahrzeichen der Hauptstadt des Bundeslandes abgebildet, das gerade die Bundesratspräsidentschaft übernehme, erklärte sie.

Die Sachsen-Münze zeigt einen Blick aus dem Innenhof des Dresdner Zwingers auf das Kronentor. Der Entwurf stammt von dem Künstler Jordi Truxa aus Neuenhagen. Sie ist die 11. Ausgabe einer Sonderserie, mit der die Bundesregierung seit 2006 den föderalen Aufbau Deutschlands ehrt. Das Bundesland Sachsen hat in diesem Jahr die Präsidentschaft im Bundesrat inne.

Dresdner Zwinger - barockes Gesamtkunstwerk

Gerade in Dresden müsse es schwer gefallen sein, sich für ein Motiv auf den Gedenkmünzen zu entscheiden, bemerkte Merkel. Die Stadt mit dem Beinamen Elbflorenz ist besonders reich an Kunst und Architektur.

Die Wahl fiel schließlich auf den Dresdner Zwinger. Die Bundeskanzlerin bezeichnete ihn als "einzigartiges Meisterwerk der Baukunst, ein barockes Gesamtkunstwerk".

Das Motiv der Münze mit dem Blick aus dem Innenhof des Zwingers auf das Kronentor bringe besonders gut die Aufgeschlossenheit und Weltoffenheit von Dresden zum Ausdruck, lobte Merkel.

Bares Geld wert

Trotz ihrer besonderen Motive handelt es sich bei den Zwei-Euro-Gedenkmünzen um ganz normale Umlaufmünzen, die in allen Euro-Ländern gültiges Zahlungsmittel sind. Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium, betrachtet die Tradition der Ausgabe von Gedenkmünzen als Zeichen der Entschleunigung in einer Zeit, in der rege über die Abschaffung von Bargeld gesprochen wird. "Münzen haben einen Wert, den man anfassen kann", so Spahn bei der Übergabe der Münzen an die Kanzlerin.

Ausgabetag für die Münze ist der 5. Februar 2016. Von diesem Tag an kann die Gedenkmünze bei vielen Geldinstituten sowie den Filialen der Deutschen Bundesbank zum Nominalwert erworben werden. Die Auflagenhöhe beträgt für die Münze 30 Millionen Stück. Sie wird anteilig in allen fünf deutschen Münzprägestätten hergestellt.

Die Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) bietet darüber hinaus besonders konfektionierte Münzsets für Sammler an. Nähere Informationen hierzu sind unter www.deutsche-sammlermuenzen.de verfügbar.

Die Sondermünzenserie "Bundesländer" ist auf 16 Münzen angelegt und jedes Jahr einem anderen Bundesland gewidmet. Die Reihenfolge der abgebildeten Motive ist genau festgelegt: Gezeigt wird immer ein Wahrzeichen des Bundeslandes, das den Vorsitz im Bundesrat innehat. Erschienen sind bisher die Münzen "Schleswig-Holstein", "Mecklenburg-Vorpommern", "Hamburg", "Saarland", "Bremen", "Nordrhein-Westfalen", "Bayern", "Baden-Württemberg", "Niedersachsen" und zuletzt "Hessen". Im Jahr 2017 ist die Gedenkmünze "Rheinland-Pfalz" an der Reihe.

Montag, 1. Februar 2016

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