Navigation und Service

Inhalt

Nachlass Gurlitt

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste setzt Provenienzforschung fort

Bisher wurde die Herkunft der Werke aus dem Nachlass Cornelius Gurlitt von der Taskforce "Schwabinger Kunstfund" untersucht. Sie wird planmäßig Ende 2015 ihre Arbeit beenden. Fortgeführt wird die Provenienzforschung zu diesen Werken vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste. Das haben der Bund, das Land Bayern und das Kunstmuseum Bern vereinbart.

Nach dem Bekanntwerden des Kunstfundes in der Münchner Wohnung von Cornelius Gurlitt wurde die Taskforce "Schwabinger Kunstfund" im November 2013 gegründet. Ihre Aufgabe war es, die Herkunft der dort und später auch in Salzburg aufgefundenen Werke aufzuklären. Insbesondere galt es zu untersuchen, welche der Werke aus dem Besitz Gurlitts ihren Eigentümern zwischen 1933 und 1945 durch das nationalsozialistische Unrechtsregime verfolgungsbedingt entzogen wurden.

Cornelius Gurlitt erklärte im April 2014 in einer Vereinbarung mit dem Bund und dem Freistaat Bayern sein Einverständnis, dass die Provenienzrecherche fortgesetzt wird und Werke nach den Washingtoner Prinzipien auf freiwilliger Basis restituiert werden können. In einer Vereinbarung mit dem Bund und dem Land Bayern bekannte sich auch das Kunstmuseum Bern, das nach dem Tod Gurlitts die Erbschaft im November 2014 annahm, zur Fortführung der Provenienzrecherche und zur Restitution von NS-Raubkunst.

Die Arbeit der Taskforce endet planmäßig zum Ende des Jahres 2015. Die Provenienzforschung zu den Werken, die bislang von der Taskforce untersucht werden, wird in einem Folgeprojekt durch den bisherigen Projektträger der Taskforce, die Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, fortgeführt. Darauf haben sich der Bund, das Land Bayern und das Kunstmuseum Bern verständigt. Der Stiftungsrat des Deutschen Zentrums Kulturgutsverluste hat der Übernahme der Projektträgerschaft für das Folgeprojekt zugestimmt.

Donnerstag, 10. Dezember 2015