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UN-Klimagipfel in Paris

Weltgemeinschaft will Klimawandel begrenzen

Am Montag beginnt in Paris der UN-Klimagipfel. 195 Staaten wollen dort Maßnahmen beschließen, die den globalen Temperaturanstieg begrenzen. Es müsse gelingen, völkerrechtlich verbindliche Regeln zur Überprüfung nationaler Klimaschutzanstrengungen zu verabreden, betont Bundeskanzlerin Merkel.

Bis zum 11. Dezember werden 195 Staaten über einen weltweiten Vertrag verhandeln, der den globalen Treibhausgasemissionen verringert. Ein Ziel ist, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Ein anderes Ziel ist die Dekarbonisierung - der Verzicht auf fossile Brennstoffe - bis zum Ende dieses Jahrhunderts.

Gipfelergebnis tritt ab 2020 in Kraft

Für die Bundesregierung werden Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Entwicklungsminister Gerd Müller an der Konferenz teilnehmen. Am ersten Tag sollen die Staats- und Regierungschefs für die politisch stark umstrittenen Fragen die Richtung vorgeben.

In der folgenden Woche werden alle noch offenen Punkte weiter verhandelt. In der zweiten und letzten Woche fällen die zuständigen Fachminister Entscheidungen und schnüren das Ergebnispaket. Die Vereinbarungen sollen ab 2020 in Kraft treten.

Einhaltung der Klimavereinbarungen überprüfen

Immerhin haben bereits 177 Staaten ihre nationalen Minderungsziele bei den Treibhausgasemissionen vorgelegt. Damit werden 95 Prozent der globalen Gesamtemissionen abgedeckt. Jedoch würden die gemachten Zusagen bei voller Umsetzung den Temperaturanstieg auf lediglich rund 2,7 bis 3,4 Grad begrenzen Bundesumweltministerin Hendricks ist zuversichtlich, dass die Staatengemeinschaft nach Paris die Minderungsziele weiter ausbaut.

Die Konferenz werde zeigen, "dass die Staatengemeinschaft entschlossen ist, den Klimawandel zu begrenzen und unsere Welt als einen lebenswerten Ort für künftige Generationen zu gestalten", so die Umweltministerin. Alle fünf Jahre müssten die Klimaziele überprüft und möglichst erhöht werden.

Ärmere Länder beim Klimawandel unterstützen

Deutschland ist einer der Vorreiter für die Finanzierung von Klimaschutz in den Entwicklungsländern. Bis 2020 wird es seinen Beitrag von 5,1 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf rund zehn Milliarden verdoppeln. Die ärmeren Staaten brauchten die verlässliche Zusage der Industrieländer, ab 2020 100 Milliarden Dollar pro Jahr an Klimahilfen bereit zu stellen. "Wir gehen davon aus, dass wir etwa zehn Prozent von diesem Betrag stemmen können", sagt Hendricks.

Klimaschutz ist lebenswichtig. "Wir sind die erste Generation, die die dramatischen Folgen des Klimawandels spürbar erlebt. Und gleichzeitig sind wir die letzte Generation, die einen gefährlichen Klimawandel noch abwenden kann", so die Ministerin.

Freitag, 27. November 2015

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