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Tag der Deutschen Industrie

Kein Kleingeist in Europa

Wichtig ist eine europäische Lösung in der Flüchtlingsfrage. Dafür sprach sich Bundeskanzlerin Merkel auf dem Tag der Deutschen Industrie aus. "Wenn wir zu klein denken, wenn wir zu sehr auf uns bezogen denken, dann wird das wieder eine große Gefährdung für Europa sein", sagte sie.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält am Tag der deutschen Industrie eine Rede. Merkel: Bereitschaft zur Veränderung ist Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit. Foto: Bundesregierung/Steins

Die rund 1.200 Vertreter aus Politik und Wirtschaft rief sie auf, im Ausland für eine gemeinsame Antwort auf die Herausforderungen der Flüchtlingsbewegung zu werben. Denn: "Die, die heute in Europa meinen, sie seien davon nicht betroffen, werden morgen in irgendeiner Weise davon betroffen sein - und sei es, indem man die Einheit Europas in Frage stellt", so Merkel weiter.

Lasten fair verteilen

Zudem sei sie überzeugt, "dass wir die Herausforderung nicht an der deutsch-österreichischen Grenze bewältigen". Die Kanzlerin plädierte erneut für eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge in Europa. Notwendig sei ein europäischer Ansatz. "Wir müssen darauf beharren, dass die Lasten innerhalb der EU fair verteilt werden, ansonsten wird das System nicht funktionieren."

Deutschland habe jahrelang von der Abschaffung der Binnengrenzen in Europa und der Verlegung des Grenzschutzes an die EU-Außengrenzen profitiert. "Jetzt stehen wir vor der Frage: Wie können wir das erhalten?" Dies gehe nur mit Hilfe von Europas Nachbarn. Deswegen dringe sie darauf, dass schnell ein Abkommen zwischen der EU und der Türkei geschlossen werde.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist Spitzenverband der deutschen Industrie und der industrienahen Dienstleister in Deutschland. Er spricht für 36 Branchenverbände. Der Verband repräsentiert die politischen Interessen von über 100.000 Unternehmen mit gut acht Millionen Beschäftigten gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Dienstag, 3. November 2015

Zusatzinformationen

Heute aktuell:

  • Hubschrauber-Absturz in Mali Trauer um verstorbene Bundeswehrsoldaten
  • Solidarität mit Italien Weitere Flüchtlingsströme verhindern
  • Verhaftungen in der Türkei Umgang mit Fall Steudtner "schwer erträglich"