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Stromtankstellen an der A9

Im E-Auto von Leipzig nach München

An der A9 zwischen München und Leipzig stehen neue Schnell-Ladestationen für Elektroautos. Ihre Batterien können auf der Strecke an acht "Strom-Tankstellen" aufgeladen werden - in den kommenden vier Wochen sogar kostenfrei. Das Bundesverkehrsministerium unterstützt das Projekt mit drei Millionen Euro.

Ladestecker Die Ladesäulen sind mit dem CCS-Steckersystem ausgestattet, das ab 2017 europaweit Standard sein wird. Foto: Judith Affolter

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 7,7 Millionen Euro. Betreiber sind Siemens, Eon und BMW. Die Erkenntnisse der Teststrecke sollen genutzt werden, um Strom-Tankstellen in ganz Deutschland aufzubauen. Das Projekt soll helfen, Geschäftsmodelle zu entwickeln und zu testen. Ziel ist ein lückenloses Netz von Schnell-Ladestationen. Die Ladesäulen sind mit dem Steckersystem "Combined charging system" (CCS) ausgestattet, das ab 2017 europaweit Standard sein wird.

Genug Strom für Langstrecken

"Mit Förderprojekten wie diesem wollen wir der Elektromobilität einen kräftigen Schub verleihen", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. E-Mobilität auf Langstrecken sei vor nicht allzu langer Zeit noch schwer vorstellbar gewesen. Mit Schnell-Ladestationen dauert das Tanken der E-Autos jedoch nur eine halbe Stunde.

So geht's: An den Standorten der Strom-Tankstellen erhält man spezielle Ladekarten. Mit diesen Karten kann man in den kommenden vier Wochen lang kostenlos Strom tanken. Die nach diesem Zeitraum anfallenden Kosten werden mit dem Handy per SMS oder über die europäische Roaming-Bezahlplattform Hubject abgerechnet. Ab Sommer 2014 können Elektro-Autos bei verschiedenen Anbietern in ganz Europa Strom tanken - mit nur einem Vertrag und einer Karte über die Hubject-Plattform.

Es wird immer wichtiger das Angebot an Ladesäulen auszuweiten und die Abrechnung nutzerfreundlich zu gestalten: Bis 2020 sollen eine Million Elektro-Autos auf deutschen Straßen fahren, das ist der Plan der Bundesregierung. Momentan sind es rund 100.000. Die Zulassungszahlen steigen von Jahr zu Jahr.

Gesetz geplant

Im März hatte Dobrindt Eckpunkte für ein erstes Elektromobilitätsgesetz vorgestellt, das noch in diesem Jahr kommen soll. Die Idee: Mit Privilegien im Straßenverkehr Anreize für Elektroautos zu setzen. So sollen E-Autos kostenfrei parken und Busspuren benutzen dürfen. Schon jetzt sind Elektro-Autos in den ersten zehn Jahren nach ihrer Anschaffung von der Kfz-Steuer befreit.

Das Vorhaben an der A9 ist ein Projekt im Schaufenster Elektromobilität Bayern-Sachsen "Elektromobilität verbindet". Die "Schaufenster Elektromobilität" sind eine Förderinitiative der Bundesregierung. 2012 hat eine Jury in einem bundesweiten Wettbewerb vier Regionen als Schaufenster für Elektromobilität ausgewählt - Bayern-Sachsen, Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg und Niedersachsen. In groß angelegten Pilotvorhaben wird hier Elektromobilität an der Schnittstelle von Energiesystem, Fahrzeug und Verkehrssystem erprobt. Der Bund investiert rund 180 Millionen Euro in diesen Regionen.

Schwerpunkte im Schaufenster Bayern-Sachsen sind die Förderung von E-Mobilität im ÖPNV, die Demonstration von Langstreckenmobilität - wie beim A9-Projekt - sowie der Einsatz von Elektrofahrzeugen im Flottenbetrieb. Das Bundesverkehrsministerium stellt für die Projekte im Schaufenster Bayern-Sachsen rund 21,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Mittwoch, 14. Mai 2014

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