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Einheitlicher Zahlungsverkehr SEPA

Unternehmen und Vereine müssen umstellen

Endspurt: Am 1. Februar 2014 lösen europäische Zahlungsverfahren die nationalen Verfahren ab - ohne Übergangsfrist. Laut Meldung des Bankenverbandes von Ende Dezember sind aber erst zehn Prozent aller Lastschriften SEPA-konform.

Ein Kugelschreiber liegt auf einem SEPA-Überweisungsformular. Die SEPA-Umstellung steht unmittelbar bevor Foto: Marco Laux

Höchste Zeit, auf SEPA umzustellen. Denn die Überweisungs- und Lastschriftverfahren im Euroraum werden vereinheitlicht. Das erleichtert den Zahlungsverkehr und macht ihn sicherer.

Aktiv die Umstellung betreiben

Ab dem 1. Februar 2014 dürfen Unternehmen, Vereine und öffentliche Kassen nur noch mit SEPA arbeiten. Vor allem Firmen und Vereine, die Lastschriften einreichen, müssen sich um ihre SEPA-Umstellung aktiv kümmern.

Sie sollten sich an ihre Bank wenden und mit ihrem IT-Dienstleister besprechen, ob die Betriebssoftware modernisiert werden muss: Die neuen SEPA-Verfahren verfügen über ein spezielles Datenformat.

Täglich 60 Millionen Überweisungen und Lastschriften

"Wenn Unternehmen und Vereine bisher noch nie von SEPA gehört haben, kann es sie kalt erwischen. Denn dann drohen Liquiditätsengpässe und Kosten durch fehlerhafte Zahlungsabwicklung", warnt Carl-Ludwig Thiele, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank.

Täglich gibt es rund 60 Millionen Überweisungen und Lastschriften im Gesamtwert von 279 Milliarden Euro. Sie dürfen dann nur noch im SEPA-Format angenommen und ausgeführt werden.

Gläubiger-Identifikationsnummer beantragen

Unternehmen, Vereine und öffentliche Kassen, die Lastschriften einreichen, benötigen eine Gläubiger-Identifikationsnummer. Diese können sie im Internet bei der Deutschen Bundesbank beantragen.

Die Gläubiger-Identifikationsnummer ist eine kontounabhängige, eindeutige Kennung. Sie identifiziert den Zahlungsempfänger als Lastschrift-Einreicher.

Neue Kontokennung IBAN

Ab dem 1. Februar ersetzt die IBAN (International Bank Account Number) die bisherige nationale Kontokennung. Die IBAN setzt sich zusammen aus:

  • der Länderkennzeichnung DE (für Deutschland),
  • einer zweistelligen Prüfziffer,
  • der bisherigen Kontonummer und
  • der Bankleitzahl.

Hat ein Unternehmen mehrere Konten, wird für jedes Konto eine separate IBAN vergeben.

Die zusätzliche Angabe des BIC entfällt bei Inlandzahlungen ab diesem Februar und bei grenzüberschreitenden Zahlungen ab Februar 2016.

SEPA - schnell, kostengünstig, sicher

SEPA-Überweisungen gibt es bereits seit 2008, SEPA. Mit der Umstellung Februar 2014 entfällt das derzeit kostenintensive Nebeneinander von inländischen Zahlungsverkehrsprodukten und SEPA-Produkten. Zahlungen in Euro innerhalb der Europäischen Union können künftig schneller und kostengünstiger durchgeführt werden.

Jeder Kontoinhaber - ob Privatperson, Unternehmen, Verein oder öffentliche Kasse - ist von der Umstellung auf SEPA betroffen. Vorteile: Sie alle können unabhängig von ihrem Sitz oder Wohnort ihren gesamten bargeldlosen Euro-Zahlungsverkehr steuern - effizient, sicher und einheitlich. Sie haben europaweit freie Kontowahl. Für ihre Kontoführung können sie sich das Kreditinstitut mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in ganz Europa aussuchen.

SEPA ist auch vorteilhaft für Unternehmen, die im Internethandel aktiv sind: Sie können ihren Kunden das Überweisungs- und Lastschriftverfahren nunmehr europaweit als Zahlungsmöglichkeit anbieten – in Absprache mit ihrer Bank.

Freitag, 3. Januar 2014