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Dienstag, 20. Juli 2010

Hoher Besuch in München

Drei Monate lang besucht die Deutschland-Tour des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung über 50 Städte in Deutschland. Anlass ist der 20. Jahrestag der deutschen Einheit.

Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger auf der TourbuehneBild vergrößern Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger informiert über die deutsche Einheit Foto: REGIERUNGonline

Zwei Touristen informieren sich im Stand der TourBild vergrößern Wissenswertes über die deutsche Einheit Foto: REGIERUNGonline

In München unweit vom Stachus in der Fußgängerzone der Neuhauser Straße hatte die Deutschlandtour ihre Bühne samt großem Schirm und Schautafeln aufgestellt. Viele Münchner, aber auch zahlreiche Deutschland-Touristen warfen einen Blick auf die Schautafeln, die die Wiedervereinigung Deutschlands und die Geschichte der letzten 20 Jahre zeigen. Viele freuten sich über das umfangreiche Informationsmaterial der Bundesregierung zu zahlreichen Themen.

Der Oberbürgermeister begrüßt die Tour

Einer der ersten Besucher auf dem Stand war der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude. Kenntnisreich erläuterte er, warum auch München, das ja „am Rand der Deutschen Einheit lag“, glücklich und stolz auf die Wiedervereinigung sein kann.

Kritiker an der Feier und Ostalgiker sollten bedenken, dass die DDR ein Unrechtsregime und ein Spitzelstaat war. Glücklich könnten alle sein, da die friedliche Revolution der erste Umsturz in der Geschichte gewesen sei, in dem ein runder Tisch die Guillotine ersetzt habe.

Auch auf die finanziellen Herausforderungen der Wiedervereinigung ging Ude ein. Der Umtausch 1:1 sei notwendig gewesen. Die Auswanderung in den Westen wäre sonst gigantisch gewesen. Auch für Bayern war der Aufbau Ost teuer. Aber: „Dies ist keine Frage eines geizigen Kaufmanns. Wir haben eine Verpflichtung zur Solidarität.“

Besuch der Bundesregierung

Auch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die nicht weit von München wohnt, ließ es sich nicht nehmen, dem Stand am Nachmittag einen Besuch abzustatten. Sie freute sich über die gelungene Ausstellung und darüber, dass die Menschen hier die Möglichkeit haben, sich über die Ereignisse der letzten 20 Jahre zu informieren.

Publikum vor der BühneBild vergrößern Gespanntes Publikum Foto: REGIERUNGonline

Sie betonte vor allem, welchen Gewinn die Menschen der ehemaligen DDR hätten, heute in einer Demokratie leben zu können. Leutheusser-Schnarrenberger  wies auf den Artikel 1 des Grundgesetzes hin: 'Die Würde des Menschen ist unantastbar'. "Viele ausländische Regimekritiker wünschten sich unsere Rechtslage“, sagte die Justizministerin.

Grüße auch aus dem Bundestag

Der bayerische Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Johannes Singhammer sprach auch auf der Bühne über die Deutsche Einheit. Für ihn sei sie ein Wunder, erfolgte sie doch ohne einen einzigen Schuss. Er lobte die Politik Helmut Kohls.

Weiter sagte er: „Der Westen hat nicht nur gezahlt. Wir in München haben auch profitiert. Neue Mitbürger in Bayern, die ihren Fleiß mitbrachten. Wir haben Anlass zum Optimismus und können stolz sein. Deutschland ist das weltweit beliebteste Land.“

Singhammer berichtete auch von seinen Erlebnissen als bayerischer Landesbeamter. Er unterstützte damals den Aufbau der Autobahn Hof-Chemnitz.  Der Streckenabschnitt war damals einspurig. „Die Autobahn musste zuerst gemäht werden.“

Quiz und Musik        

                              

Den ganzen Tag über war etwas los auf der Bühne. Die zwei Musiker, die sich “Acoustic Avenue“ nennen, begeisterten das Publikum mit einer Mischung aus Swing, Jazz und Blues. Den größten Teil des Tages füllte ein Quiz mit teils einfachen, teils schweren und zahlreichen lustigen Fragen. Gut, dass auch einige Touristen unter den Zuschauern waren. Wer hätte sonst wohl in München gewusst, was eine Jahresendfigur ist?

Eltern mit zwei Kindern auf der BühneBild vergrößern Mit Spaß dabei Foto: REGIERUNGonline