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Donnerstag, 1. Juli 2010

Wolfgang Schäuble eröffnet Deutschland-Tour

"Lassen Sie uns aufhören, von ‚Ossis‘ und ‚Wessis‘ zu reden – haben wir einfach voreinander Respekt", rief Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Menschen am Brandenburger Tor zu. In den vergangenen zwei Jahrzehnten sei ungeheuer viel erreicht worden. Damit gab Schäuble in Berlin den Startschuss zu einer Informationstour der Bundesregierung zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf der Bühne mit MikroBild vergrößern Schäuble erinnert an 1990 Foto: REGIERUNGonline / Denzel

Vier Tage lang ist die Tour in Berlin zu Gast. Dann zieht sie weiter – durch 50 Städte in ganz Deutschland. Von Flensburg bis Konstanz, von Dresden bis Düsseldorf. Die Deutschland-Tour endet am 3. Oktober in Bremen. Der Stadtstaat ist in diesem Jahr Schauplatz der offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit.

Gut'Zeit tritt bei der Deutschlandtour aufBild vergrößern Gut'Zeit tritt bei der Deutschlandtour auf Foto: REGIERUNGonline / Denzel

Damit schlägt die Tour den Bogen von einem bedeutenden Jubiläum zum anderen: Am 1. Juli 1990 wurde die D-Mark in der DDR offizielles Zahlungsmittel. Und die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion war bekanntlich der erste große Schritt zur deutschen Einheit. Schon am 3. Oktober 1990 folgte die staatliche Wiedervereinigung: in Frieden und Freiheit – und im Einvernehmen mit allen Nachbarländern in Ost und West.

Heute vor 20 Jahren – die DDR erhält die D-Mark

„Natürlich hat der 9. November 1989, der Fall der Mauer, uns alle am meisten bewegt“, sagte Schäuble. „Dann aber ging alles rasant schnell.“ Überraschend sei das Ergebnis der ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 gewesen. Schon zwei Tage danach, erinnerte sich der Minister, sei man entschlossen gewesen, zum 1. Juli 1990 in der DDR die D-Mark einzuführen.

Für Schäuble, vor 20 Jahren Bundesinnenminister, war die schnelle Einführung der D-Mark der einzige Weg, um die Wiedervereinigung in geordnete Bahnen zu lenken. Der Minister betonte, Mauerfall und Wiedervereinigung seien in erster Linie jenen Menschen zu verdanken, die in der DDR gegen das Regime auf die Straße gingen.

Zeitgleich mit dem Wegfall der Kontrollen an der innerdeutschen Grenze habe er auch in Bayern, an der Grenze zur Tschechoslowakei, symbolisch die Grenzen geöffnet. „Ohne unsere Nachbarn, ohne Europa, hätten wir den Weg in die Einheit nicht so geschafft“, sagte Schäuble.

Informationen und Unterhaltung

20 Jahre Deutsche Einheit – ein Grund zur Freude. Aber auch ein Anlass, auf die Ereignisse vor 20 Jahren und die Entwicklung seitdem zurückzublicken. Die Deutschland-Tour soll dazu Gelegenheit bieten. In den Landeshauptstädten sowie Orten entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und vielen Urlaubsorten macht die Tour Station.

Eine Fotoausstellung zeigt auf 18 Tafeln den Weg zur Deutschen Einheit und den Aufbau der neuen Länder seit 1990. Wer will, kann bei einem Quiz zeigen, wie gut er sich im wiedervereinigten Deutschland auskennt.

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich zu informieren und sich über ihre persönlichen Erlebnisse aus den spannenden Tagen der Wiedervereinigung Deutschlands auszutauschen.

Herzlich Willkommen!