Für zwei Tage schlüpfen die Jugendlichen der Jahrgangsstufen 11 bis 13 in die Rolle von Europa-Abgeordneten und können so selbst erfahren, wie Europapolitik tatsächlich gemacht wird.
Aufgrund des großen Andrangs der letzten Jahre veranstaltet die Junge Europäische Bewegung erstmals zwei Simulationen für je 200 Teilnehmer: am 22. und 23. November für Einzelanmeldungen und am 6. und 7. Dezember für ganze Schulklassen.
Unter dem Motto "Europa, nicht ohne uns!" diskutieren die jungen Europa-Abgeordneten bei beiden Simulationen kontrovers in zahlreichen Fraktions-, Ausschuss- und Plenarsitzungen aktuelle europapolitische Themen. Auf der Tagesordnung stehen in diesem Jahr die Positionierung der EU im Vorfeld der Kopenhagener UN-Klimakonferenz im Dezember sowie die Reaktion der EU auf die anhaltenden Flüchtlingsströme und auf illegale Einwanderung. Außerdem werden die jungen Parlamentarier zur Ratifizierung des Vertrags von Lissabon und zur Frage künftiger Erweiterungen Stellung nehmen. Am Ende der zwei Tage verabschieden die jungen Abgeordneten eine Entschließung zu jedem Thema.
Bei ihren Beratungen werden die Schülerinnen und Schüler von echten Abgeordneten des Europäischen Parlaments und des Deutschen Bundestags unterstützt. Darunter sind in diesem Jahr MdEP Elmar Brok und MdEP Nobert Glante. EP-Präsident Jerzy Buzek wird sich per Video an die Jugendlichen wenden. Schirmherr ist wie jedes Jahr der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper.
Auch an der Kontrolle durch die vierte Gewalt wird es bei der Simulation Europäisches Parlament, kurz SIMEP, nicht fehlen. Während ihrer Beratungen und Diskussionen werden die jungen Abgeordneten auf Schritt und Tritt von einer Schülerpressegruppe und von einem jungen Filmteam begleitet. Die so entstehende Zeitung wird am Ende der SIMEP druckfrisch an alle Teilnehmenden verteilt. Der Film über die SIMEP wird wieder auf der Homepage der Jungen Europäischen Bewegung veröffentlicht.
Die SIMEP ist mit ihrem partizipatorischen und erlebnisorientierten Ansatz eine einzigartige Methode, um Jugendlichen die Bedeutung und das Funktionieren der EU und ihrer Politik zu vermitteln. Zudem möchte die Junge Europäische Bewegung die Schülerinnen und Schüler mit den Simulationen für Demokratie und Pluralismus sowie für den europäischen Gedanken begeistern. Die Veranstaltung wird traditionell finanziert vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.

