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Europa gelingt gemeinsam

Gemeinschaftsaufgabe: Digitalisierung des kulturellen Erbes

Auch wenn sie die Aura des Originals nicht ersetzen kann, ein wichtiger Schwerpunkt einer europäischen Kulturpolitik ist die Digitalisierung des kulturellen Erbes. Diese Aufgabe ist nur gemeinschaftlich zu bewältigen.
 
Das reiche kulturelle Erbe Europas steht zunehmend auch digital zur Verfügung oder existiert bereits nur noch digital gespeichert. Diese Digitalisierung ermöglicht es in viel größerem Umfang als bisher, Europas kulturelle Vielfalt zugänglich zu machen. Vier Fachveranstaltungen widmeten sich der Fragestellung, wie die Digitalisierung unter kulturellen Gesichtspunkten optimal genutzt werden kann. Damit hob die deutsche Ratspräsidentschaft die Bedeutung dieses Themas auch für die zukünftige europäische Kulturpolitik ausdrücklich hervor.
 
Es gilt, die Vielfalt europäischer Kultur beim Digi­talisieren des kulturellen und wissenschaftlichen Erbes zu wahren und zu fördern. Erörtert wurden Fragen der europäischen Kooperation, die Möglichkeiten von Portalen und Netzwerken im Hinblick auf die Vermittlung des kulturellen und wissenschaftlichen Erbes sowie Probleme der Speicherung: Damit wir langfristig auf digitale und digitalisierte Objekte zugreifen können. Besprochen wurde das Ziel, eine Europäische Digitale aufzubauen, die den Zugang zu Millionen digitaler Objekte aus Kultur und Wissenschaft ermöglicht.
 
Die Fachkonferenz "Europas kulturelles und wissenschaftliches Erbe in einer digitalen Welt" nahm die im Internet ständig wachsende Menge an digitalem Kulturgut in den Blick und thematisierte die daraus erwachsende Notwendigkeit besserer Strukturierung: Die Nutzer sollen leichter finden können, was sie suchen.
 
Dem Problem rasanter Alterungsprozesse technischer Datenträger und Formate und damit der Gefahr des Verlustes eines Teils unseres kulturellen Erbes widmete sich unter dem Titel "Herausforderungen: Digitale Langzeitarchivierung. Strategien und Praxis europäischer Kooperation" die zweite Digitalisierungskonferenz.
 
Den Vorteilen einer europaweit stärkeren Vernetzung von Institutionen und ihren digitalisierten Kulturbeständen galt die Konferenz "Wissen durch Vernetzung – Digitalisierung von Kulturgut in Europa".
 
Die Tagung "Internationale Standards für digitales Archivgut" beschäftigte sich anhand konkreter Beispiele mit den praktischen Erfahrungen im Einsatz der Standards. Gerade das Internet bietet die Möglichkeit, unabhängig vom eigenen Standort die Angebote der Archive zu nutzen. Internationale Standards sind eine wichtige Grundlage, um die Zugänglichkeit zu den Unterlagen zu verbessern.
 
Über diese spezifischen Fragestellungen der Digitalisierung aus kulturpolitischer Sicht hinaus verdeutlichten die Digitalisierungskonferenzen
  • die Anforderung, die Zugänglichkeit zu digitalem Kulturgut dauerhaft zu sichern;
  • die großen Chancen sowohl für die Förderung als auch für die Sichtbarkeit der kulturellen Vielfalt in Europa durch die Digitalisierung von Kulturgut; 
  • die Notwendigkeit, internationale Kooperationsmöglichkeiten innerhalb nationaler Digitalisierungsstrategien zu berücksichtigen;
  • die Berücksichtung internationaler Kooperationsmöglichkeiten innerhalb nationaler Digitalisierungsstrategien;
  • die Möglichkeit der Europäischen Gemeinschaft, durch das Angebot einer europäischen Plattform für Kooperationsmodelle die Zusammenarbeit bei der Digitalisierung zu unterstützen;
  • das Erfordernis, möglichst einen zentralen und zugleich mehrsprachigen Zugang zu digitalisiertem Kulturgut zu gewährleisten.

Web:
www.eudico.de
www.langzeitarchivierung.de/eu2007
www.instada.eu
www.kulturerbe-digital.de
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