1949
23. Mai: Verkündung des Grundgesetzes.
7. Oktober: Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).
1953
17. Juni: Volksaufstand in der DDR wird blutig niedergeschlagen.
1955
9. Mai: Die Bundesrepublik Deutschland wird Nato-Mitglied.
14. Mai: Gründung des Warschauer Pakts.
1961
13. August: Bau der Mauer in Berlin.
1963
23. bis 26. Juni: Staatsbesuch von US-Präsident Kennedy in Bonn und Berlin.
17. Dezember: Erstes Passierscheinabkommen in Berlin.
1970
19. März: Bundeskanzler Willy Brandt in Erfurt.
21. Mai: DDR-Ministerpräsident Willi Stoph in Kassel.
1971
3. Mai: Erich Honecker löst Walter Ulbricht als SED-Chef ab.
3. September: Das Vier-Mächte-Abkommen über Berlin wird unterzeichnet.
1972
21. Dezember: Unterzeichnung des Grundlagenvertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR.
1973
18. September: Bundesrepublik Deutschland und DDR werden in die Vereinten Nationen aufgenommen.
1981
11. bis 13. Dezember: DDR-Besuch von Bundeskanzler Helmut Schmidt am Werbellinsee und in Güstrow.
1987
7. bis 11. September: Besuch von Staats- und Parteichef Erich Honecker in der Bundesrepublik Deutschland.
1989
19. Januar: Staatschef Erich Honecker erklärt, die Mauer werde "in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben, wenn die dazu vorhandenen Gründe noch nicht beseitigt sind".
6. Februar: DDR-Grenzsoldaten erschießen an der Berliner Mauer den 20-jährigen Flüchtling Chris Gueffroy.
2. Mai: Ungarn beginnt mit dem Abbau der Grenzanlagen zu Österreich.
7. Mai: Bei den Kommunalwahlen in der DDR dokumentieren Oppositionsgruppen zahlreiche Manipulationen. Es kommt zu Bürgerprotesten.
Ab Juli: DDR-Bürger flüchten in die westdeutschen Botschaften in Budapest, Prag und Warschau sowie in die Ständige Vertretung in Ost-Berlin. Im August werden diese Vertretungen wegen Überfüllung geschlossen.
19. August: 700 DDR-Bürger fliehen bei Sopron über die österreichisch-ungarische Grenze.
24. August: 108 DDR-Bürger dürfen aus der bundesdeutschen Botschaft in Budapest in den Westen ausreisen.
4. September: Erste Montagsdemonstration in Leipzig.
11. September: Ungarn öffnet für DDR-Flüchtlinge die Grenze nach Österreich.
30. September: Rund 6.000 DDR-Flüchtlinge können aus der Botschaft in Prag in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen.
2. Oktober: In Leipzig fordern 20.000 Menschen Reformen. Die Demonstration wird gewaltsam aufgelöst.
4. Oktober: Sonderzüge transportieren rund 7.500 Flüchtlinge aus Prag und Warschau durch die DDR nach Westen. Am Dresdner Hauptbahnhof kommt es zur schwersten Konfrontation zwischen Demonstranten und Polizei seit dem 17. Juni 1953.
6. Oktober: Am Rande der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR sagt der sowjetische Staatspräsident Gorbatschow: "Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren!" Das SED-Regime geht gewaltsam gegen Demonstranten vor. Mehr als 1.000 Menschen werden festgenommen.
7. Oktober: Feiern zum 40. Gründungstag der DDR. Demonstrationen für Meinungsfreiheit und Reformen werden gewaltsam aufgelöst.
9. Oktober: Mehr als 70.000 Menschen demonstrieren friedlich in Leipzig: "Wir sind das Volk". Kurz darauf wird Honecker "auf eigenen Wunsch" von seinen Ämtern entbunden. Sein Nachfolger Egon Krenz sagt, nun sei die "Wende" eingeleitet.
4. November: Zwischen 500.000 und einer Million Menschen demonstrieren in Ost-Berlin für mehr Demokratie und rasche Reformen.
9. November: Öffnung der Berliner Mauer und der Grenzübergänge zur Bundesrepublik Deutschland.
10. November: Millionen von Menschen überqueren die Grenze. Der SPD-Ehrenvorsitzende Willy Brandt sagt vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin: "Dies ist ein schöner Tag nach einem langen Weg. Jetzt erleben wir, ... dass die Teile Europas zusammenwachsen."
13. November: Die Sperrzonen an den DDR-Grenzen werden aufgehoben. Hans Modrow (SED) wird neuer DDR-Ministerpräsident.
28. November: Zehn-Punkte-Programm von Bundeskanzler Helmut Kohl zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas.
7. Dezember: Beginn der Gespräche am "Runden Tisch"; Ankündigung freier Wahlen in der DDR.
11. Dezember: Auf der Leipziger Montagsdemonstration wird der Ruf nach Wiedervereinigung laut.
22. Dezember: Öffnung des Brandenburger Tores.
31. Dezember: Hunderttausende feiern am Brandenburger Tor Silvester.