"Wir sind das Volk – Wir sind ein Volk ..." – bei der Montagsdemonstration am 20. November 1989 in Leipzig sind die beiden Rufe im Wechsel zu hören. Einige Zeitzeugen wollen ihn bereits einen Montag vorher, am 13. November, vernommen haben, andere am 16. November in Jena. Doch jetzt ist "Wir sind ein Volk!" unüberhörbar.
Demonstranten wollen die deutsche Einheit
Die Leipziger kennen den Spruch bereits. Schon am 9. Oktober war er auf Flugblättern zu lesen. Da hatte er noch eine andere Bedeutung: Es war eine Warnung vor Gewalt, eine Mahnung an Soldaten und Polizisten, nicht auf eigene Landleute loszugehen.

