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„Wir sind ein Volk!“

Fr, 20.11.2009
Transparente und Schilder der Montagsdemonstrationen im Deutschen Historischen Museum in Berlin
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Foto: picture-alliance/Rückeis
Transparente von damals hängen heute im Museum.
Auch nach der Maueröffnung demonstrieren die Menschen in den Städten der DDR weiter für Veränderungen. Denn das alte System existiert noch. Aus dem Ruf "Wir sind das Volk!" wird mehr und mehr "Wir sind ein Volk!".
An der Spitze von Staat und Partei stehen inzwischen zwar neue Köpfe, die den Dialog mit der Bevölkerung suchen. Doch die Menschen wollen endgültig Freiheit und Demokratie. Und immer häufiger fordern sie das Ende der deutschen Teilung.
 
"Wir sind das Volk – Wir sind ein Volk ..." – bei der Montagsdemonstration am 20. November 1989 in Leipzig sind die beiden Rufe im Wechsel zu hören. Einige Zeitzeugen wollen ihn bereits einen Montag vorher, am 13. November, vernommen haben, andere am 16. November in Jena. Doch jetzt ist "Wir sind ein Volk!" unüberhörbar.
 

Demonstranten wollen die deutsche Einheit

 
Die Leipziger kennen den Spruch bereits. Schon am 9. Oktober war er auf Flugblättern zu lesen. Da hatte er noch eine andere Bedeutung: Es war eine Warnung vor Gewalt, eine Mahnung an Soldaten und Polizisten, nicht auf eigene Landleute loszugehen.