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Mittwoch, 24. März 2010

Ein Jahr direkter Draht zur Verwaltung

Leicht zu merken, schnell gewählt: Die  Telefonnummer 115 bringt immer mehr Anrufer direkt zur öffentlichen Verwaltung. "D115" heißt das Projekt, das nun ein Jahr im Pilotbetrieb ist.

Ob Stadt oder Gemeinde, Bund oder Land: Per Anruf bei der 115 können bereits 13 Millionen Bürgerinnen und Bürger geradewegs ihre Verwaltung erreichen. Dies geht aus dem Jahresbericht des Projekts D115 hervor, den das Bundesinnenministerium herausgegeben hat. Besonders gefragt sind Informationen zu  Kfz-Wesen, Ausweisangelegenheiten, Führerschein, aber auch Elterngeld, Wohngeld, Hundesteuer, Bußgeld und vieles mehr. 

Service geht alle an

„Die 115 ist eine gute Idee“ würdigte IT-Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe die ersten 365 Tage des Pilotbetriebs. „An Bürgernähe und Serviceorientierung kommt niemand mehr vorbei.“ Rogall-Grothe rief alle Verwaltungen auf, eine mögliche Beteiligung bei D115 zu prüfen.

115 kommt an

Mehr als eine Million Bürgerinnen und Bürger haben die Nummer schon gewählt. 8 von 10 Anfragen können in der Regel bereits beim ersten Kontakt abschließend beantwortet werden. Noch vor dem ersten Geburtstag erntet D115 Lob für guten Service: Laut einer Umfrage des Allensbach-Institutes unter 1000 Anrufern waren 86 Prozent mit den Auskünften zufrieden. Mehr als 90 Prozent würden die 115 weiterempfehlen.

Bürgerinnen und Bürger können in einer Broschüre mehr über den Service von D115 erfahren. Derzeit ist die Nummer in verschiedenen Modellregionen erreichbar: Dazu gehören Hamburg und Berlin, sowie viele Städte in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und Baden-Württemberg. Langfristig soll die Rufnummer 115 möglichst in ganz Deutschland zur Verfügung stehen. Schon 2011 sollen möglichst alle Bundesbehörden am D115-Verbund teilnehmen. Ein Anruf aus dem Festnetz kostet überwiegend 7 Cent, maximal 12 Cent pro Minute. Gebühren aus dem Mobilfunknetz können abweichen