Hightech-Strategie: Der Mensch im Mittelpunkt
Das Bundeskabinett hat eine Fortführung der erfolgreichen Hightech-Strategie mit neuen Schwerpunkten beschlossen. Fragen zu Klima, Energie, Gesundheit, Ernährung, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation stehen nun im Mittelpunkt.
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Hightech made in Germany
Foto: Marlene Hrubesch
Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre verursacht einen Klimawandel auf der Erde, der schlimme Folgen für unseren Planeten haben wird. Deshalb muss der Ausstoß durch Autos und die Industrie deutlich verringert werden, wenn wir die schlimmsten Folgen verhindern wollen. Dabei wird oft vergessen, dass ein großer Anteil des klimaschädlichen Gases in unseren Heizungen und Kraftwerken entsteht. Wir bräuchten also CO2-neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Städte.
Ist so etwas denkbar? Grundsätzlich ja, denn durch gute Wärmedämmung und Wärmerückgewinnung kann der Heizbedarf drastisch verringert werden. Stromgewinnung und Warmwassererzeugung ist durch Sonnenkollektoren auf Hausdächern möglich. Energie kann auch aus Erdwärme oder Wind gewonnen werden. Schließlich ist die Stromerzeugung aus Biogas oder der Verbrennung nachwachsender pflanzlicher Rohstoffe CO2-neutral.
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Pflanzen züchten im Labor
Foto: BASF
Langfristige Zukunftsprojekte
Forschung kann also dazu beitragen, eine der größten globalen Herausforderungen zu lösen. Deshalb ist die CO2-neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Stadt eines von mehreren langfristig angelegten Zukunftsprojekten der neu konzipierten Hightech-Strategie der Bundesregierung.
Zu den wichtigen Zukunftsprojekten zählt auch das Ziel, dass bis 2020 über eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen rollen.
Volkskrankheiten bekämpfen
Individualisierte Medizin und gesunde Ernährung sollen dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und ernährungsbedingten Krankheiten vorzubeugen. Die Bundesregierung hat das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung gestartet. Im Zentrum des Programms stehen Volkskrankheiten und ihre Bekämpfung.
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Brustkrebszellen
Foto: DKFZ-Heidelberg
Dazu wurden sechs Forschungszentren eingerichtet. Beispiel: Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen. Hier arbeiten Forscherinnen und Forscher aus acht universitären und außeruniversitären Einrichtungen mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten und zahlreichen Kooperationspartnern eng zusammen. Insgesamt stellt das Bundesforschungsministerium der Gesundheitsforschung in den kommenden vier Jahren mehr als 5,5 Milliarden Euro bereit.
Energiewende nur durch technologischen Fortschritt möglich
Der Ausstieg aus der Kernenergie und der Übergang in das Zeitalter der erneuerbaren Energien ist nur durch technologischen Fortschritt möglich. Die Bundesregierung erhöht deshalb die Ausgaben für die Energieforschung. Das Herzstück sind dabei die Speicher- und Netztechnologien. Deutschland wird zum Leitmarkt und Leitanbieter erneuerbarer Energien.
Andere Projekte beziehen sich auf die elektronische Kommunikation, aber auch auf die künftige Arbeitswelt oder das selbstbestimmte Altern.
Schlüsseltechnologie wichtig
Die Hightech-Strategie fördert aber auch Schlüsseltechnologien wie zum Beispiel Bio- und Nanotechnologie, optische Technologien oder innovative Dienstleistungen stärken. Sie wird sich zudem vermehrt auf die Lösung globaler Probleme ausrichten.
Die Hightech-Strategie verbessert die Rahmenbedingungen für Innovationen in Deutschland. Und sie trägt dazu bei, die nationale und europäische Innovationspolitik eng zu verzahnen und somit die europäischen Innovationsziele zu erreichen.
