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Donnerstag, 25. Februar 2010

Fünf weitere Gewinner im Spitzenclusterwettbewerb

Ein wichtiges Projekt der Hightech-Strategie der Bundesregierung hat seine zweite Runde abgeschlossen: der Spitzenclusterwettbewerb. Fünf Verbünde aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen können nun mit Unterstützung durch den Bund zahlreiche innovative Projekte in Angriff nehmen.

Bundesministerin Schavan mit den Gewinnern des SpitzenclusterwettbewerbsBild vergrößern Bundesministerin Schavan mit den Gewinnern Foto: BMBF

"In Cluster zeigen sich die wirtschaftlichen Potenziale von Wirtschaft und Technik wie unter einem Brennglas", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan bei der Preisverleihung. Der Spitzencluster sei der zentrale Hebel, der die zukünftigen Quellen wirtschaftlichen Wachstums erschließe.

Die Ministerin eröffnete gleichzeitig die zweitägige Clusterkonferenz 2010, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung veranstaltet. In Berlin treffen sich 450 hochrangige Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um über die Clusterpolitik der Zukunft zu diskutieren.

Clusterkonferenz 2010

Sieger im Clusterwettbewerb

Richtig im Tal, so würde man das englische Wort valley übersetzen, liegt Nürnberg nicht, immerhin aber im Fränkischen Becken. In der Region rund um die Stadt, in der "Europäischen Metropolregion Nürnberg" finden wir das Medical Valley. So nennt sich der hiesige Zusammenschluss - neudeutsch das "Cluster" - von Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Medizin.

Gerade gewann dieses Cluster im Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Es erhält in den nächsten fünf Jahren erhebliche Fördermittel für innovative Entwicklungen. In der Region arbeiten 16.000 Männer und Frauen in 180 Medizintechnikunternehmen. Sechs der 18 Hochschulen rund um Nürnberg bieten ein breites Spektrum an umfassenden technisch-naturwissenschaftlichen und medizinischen Ausbildungsgängen. Darüber hinaus finden wir hier 22 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, von denen mehrere direkt oder indirekt auf medizinischem und technischem Gebiet arbeiten.

Wenn nicht von hier, wo sollen dann neueste Entwicklungen herkommen, etwa bei neuen bildgebenden Diagnostiksystemen, bei verbesserten Therapiesystemen oder in der Augenheilkunde? Somit sind die Fördergelder hier sicher gut angelegt, zumal die Wirtschaftsunternehmen mindestens den gleichen Betrag noch einmal investieren.

Quellen künftigen Wohlstands

Medical Valley ist eines von fünf ausgezeichneten Clustern, zwei auf medizinischem Gebiet, jeweils eines aus den Bereichen Logistik, Softwareentwicklung und Mikrosystemtechnik. Insgesamt belaufen sich die Fördermittel für die zweite Runde des Wettbewerbs auf 200 Millionen Euro. In der ersten Runde vor einem Jahr prämierte das BMBF bereits fünf Cluster. Bundesforschungsministerin Annette Schavan kündigte eine dritte Runde an.

"Die fünf Spitzencluster sind für mich fünf Flaggschiffe für neues Wachstums, fünf Flaggschiffe die zu tun haben mit den Quellen künftigen Wohlstandes", sagte Schavan. Deutschland sei ist mit dieser umfangreichen Clusterförderung in Europa Vorreiter. Deshalb wolle sie diese in eine europäische Hightech-Strategie einbringen.

An der zweiten Wettbewerbsrunde hatten sich 23 Cluster beworben. Im zweistufigen Verfahren überzeugten die ausgezeichneten Regionen die hochrangig besetzte Jury. Entscheiden waren ihre strategischen Konzepte, ihre Leistungsfähigkeit und die maßgebliche finanzielle Einbindung von Wirtschaft und privaten Investoren.