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Donnerstag, 18. Februar 2010

Positive Auswirkungen des Bundeswehr-Einsatzes

Die  deutsche Bevölkerung beurteilt die Auswirkungen des Bundeswehreinsatzes im Norden Afghanistans größtenteils als positiv. Zu diesem Ergebnis kam das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr (SOWI) in einer neuen Studie.

Gründe für die positive Einschätzung sind die Einsatzmöglichkeiten internationaler Hilfsorganisationen (60 Prozent), die Lebensbedingungen der Menschen (59 Prozent) und die Sicherheitslage im deutschen Isaf-Sektor (49 Prozent). In Anbetracht der Tatsache, dass die Medien vor allem über kritische Vorfälle im Umfeld des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr berichten, falle diese Bilanz bemerkenswert positiv und erstaunlich differenziert aus.

Die Ergebnisse weiterführender Untersuchungen würden ein vielschichtiges Bild ergeben. Insgesamt 51 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass sich Deutschland mit der Bundeswehr weiter an der Isaf-Mission in Afghanistan beteiligt und den Aufbau des Landes weiter unterstützt. Trotzdem sei die Zustimmung zum Isaf-Einsatz der Bundeswehr zurückgegangen. Im Vorjahr waren es noch 64 Prozent.

Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse der repräsentativen Bevölkerungsbefragung, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Bundeswehr unverändert hoch sei. Etwa neun von zehn Bundesbürgern vertrauen den deutschen Streitkräften. Auf der Vertrauensskala nimmt die Bundeswehr neben der Polizei einen Spitzenplatz ein.

Die meisten Auslandseinsätze der Bundeswehr werden von der Mehrheit unterstützt. Vor allem die enorme Glaubwürdigkeit der Bundeswehr (88 Prozent) ist aus Sicht der Wissenschaftler die wichtigste Akzeptanzgrundlage. Im Forschungsbericht heißt es: "Die Bundesbürger vertrauen der Bundeswehr, weil sie davon überzeugt sind, dass die Streitkräfte dazu beitragen, Frieden, Schutz  und Freiheit für Deutschland zu wahren."

Im Rahmen der Studie wurden zwischen September und November 2009 die Meinungen von rund 2.100 Bundesbürgern zu den Auslandseinsätzen, zur Bundeswehr allgemein und zu den transatlantischen Beziehungen erhoben. Seit 1996 erstellt das in Straußberg ansässige Institut, mit Schwerpunkt auf Streitkräfte bezogene empirische Sozialforschung, einen jährlichen Bericht zu verteidigungspolitischen Themen.