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Montag, 22. Februar 2010

Berlinale gut besucht

Mit der Verleihung des Goldenen und der Silbernen Bären und einem Publikumstag sind am vergangenen Wochenende die 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin zu Ende gegangen.  

Cineasten stehen an den Berlinale Kassen in den Potsdamer Platz Arkaden SchlangeBild vergrößern Schlangen vor den Berlinalekassen Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Semih Kaplanoglu erhielt am 20.2.2010 den Goldenen Bären für seinen Film "Bal" (Honey)Bild vergrößern Semih Kaplanoglu mit dem Goldenen Bären für "Bal" Foto: picture-alliance / Jazzarchiv

Am vergangenen Samstag war es soweit: Die internationale Jury unter ihrem Präsidenten Werner Herzog gab die diesjährigen Preisträger bekannt. Mit dem Goldenen Bären wurde der türkische Film „Bal“ (Honey) von Semih Kaplanoglu ausgezeichnet.

Silberne Bären gab es für die beste Regie (Roman Polanski für "The Ghost Writer"), und die besten Darsteller (Shinobu Terajima, Grigori Dobrygin und Sergei Puskepalis). Ausgezeichnet wurden außerdem Kameramann Pavel Kostomarov sowie Wang Quan'an und Na Jin als Drehbuchautoren.

Der Große Preis der Jury - Silberner Bär ging an "Eu cand vreau sa fluier, fluier" (If I Want To Whistle, I Whistle) von Florin Serban, der gleichzeitig mit dem Alfred-Bauer-Preis prämiert wurde.

"Metropolis" – Höhepunkt im Festivalprogramm

Das Programm der diesjährigen 60. Festspiele stieß beim Publikum auf großes Interesse. Die Berlinale rechnet für 2010 mit einem neuen Besucherrekord.

Gut besucht waren dabei auch Geburtstagshighlights wie die Reihe „Berlinale goes Kiez“, die großes Kino in kleine Stadtteil-Kinos brachte. Zum Sechzigsten präsentierte die Berlinale aber nicht nur neue Filme aus aller Welt, sondern auch einen Blick in die Vergangenheit: „Play it again“ lautete das Motto der Retrospektive, die 60 Jahre Berlinale Revue passieren ließ.

Das von einem Vorhang verhüllte Brandenburger Tor vor Aufführung des Stummfilm-Klassikers "Metropolis"Bild vergrößern Vorhang auf für "Metropolis" Foto: REGIERUNGonline/Kühler

Filmgeschichte hat auch einer der ganz großen Höhepunkte des diesjährigen Festivals geschrieben: der Stummfilm-Klassiker „Metropolis“ von Fritz Lang. Er wurde auf der Berlinale zum ersten Mal in einer restaurierten Originalfassung gezeigt. Diese zweite Uraufführung begeisterte nicht nur das Publikum im Friedrichstadtpalast, sondern auch rund 2.000 Filmfans, die trotz schlechten Wetters zur Übertragung ans Brandenburger Tor gekommen waren.  

Vom Bund gefördert

Mit über 6,5 Millionen Euro hat der Bund auch in diesem Jahr die Berlinale gefördert. Die Rekonstruktion von "Metropolis" wurde mit 200.000 Euro ebenfalls aus dem Haushalt des Kutlurstaatsministers unterstützt.