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Donnerstag, 18. Februar 2010

"Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität" nimmt Arbeit auf

Der wissenschaftliche Beirat und das Kuratorium der gleichnamigen Stiftung haben sich in Warschau zu ihrer ersten Sitzung getroffen. Ihre Mitglieder stammen aus Deutschland und Polen sowie der Slowakei und Ungarn.

Am 12. Februar 2010 traten das Kuratorium und der wissenschaftliche Beirat der Stiftung "Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität" zum ersten Mal zusammen. Beide sind mit je zwei Persönlichkeiten aus den vier Staaten besetzt.

Zwei Monate zuvor, im Dezember 2009, hatten Partnereinrichtungen in Deutschland, Polen, Ungarn und der Slowakei Kooperationsverträge mit der Stiftung unterzeichnet.

Getragen vom Geist der Versöhnung

Die Kulturminister Deutschlands, Polens, Ungarns und der Slowakei sind die Initiatoren des "Europäischen Netzwerks Erinnerung und Solidarität", das weiteren Staaten offen steht.

Die vier Gründungsstaaten hatten sich schon 2005 darauf verständigt, eine vom Geist der Versöhnung getragene Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu unterstützen. Außerdem wollen sie nicht nur zur Entwicklung einer europäischen Erinnerungskultur, sondern auch zur Überwindung der Spaltung des europäischen Kontinents beitragen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Sie ist geprägt von totalitären Diktaturen, von Kriegen und von Zwangsaussiedlungen. Sie ist gleichzeitig die Geschichte von Millionen Opfern, die nationalistischen, rassistischen oder ideologischen Repressionen ausgesetzt waren. Sie zu erforschen und zu dokumentieren, sieht das Netzwerk als seine Aufgabe.

Forum des internationalen Diskurses

Die Stiftung versteht sich als Forum des internationalen Diskurses über historische Fakten und unterschiedliche Geschichtsbilder. Zu diesem Zweck wird sie Wissenschafts- und Bildungsprojekte entweder selbst veranstalten oder fördern. Geplant sind außerdem Publikationen, wissenschaftliche Konferenzen, Workshops und allgemeine Bildungsveranstaltungen sowie mehrsprachig gestaltete Ausstellungen.

Pressemittelung der Stiftung "Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität" (PDF, barrierefrei)

Matthias Weber (Koordinator im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien), Gemeinsam Erinnern - Das Europäische Netzwerk "Erinnerung und Solidarität" (PDF, barrierefrei)