Freitag, 12. Februar 2010
Deutscher Drehbuchpreis 2010 verliehen
Ohne gute Drehbücher gibt es keine guten Filme. Deshalb fördert die Bundesregierung die Arbeit von Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren. Die höchste Auszeichnung ist der Deutsche Drehbuchpreis. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat ihn heute verliehen.
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Kulturstaatsminister Bernd Neumann gratuliert Karsten Laske
Foto: REGIERUNGonline/Kugler
Wie schon im vergangen Jahr fand die Verleihung auch diesmal während der Berlinale statt. Dies sei genau der richtige Ort, um die Architekten eines jeden Films, die Drehbuchautoren, ins Rampenlicht zu rücken, erklärte Kulturstaatsminister Neumann. „Damit die Erfolgsgeschichte des Deutschen Films fortgeschrieben werden kann, brauchen wir Drehbücher von hoher Qualität als Grundvoraussetzung für das Gelingen eines jeden Films“, fuhr Neumann fort.
Deshalb fördert der Kulturstaatsminister die Arbeit von Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren durch eine ganze Reihe von Maßnahmen. Die wichtigste und höchstdotierte nationale Auszeichnung ist der Deutsche Drehbuchpreis. Er ist mit 30.000 Euro prämiert, 25.000 Euro davon müssen für ein ein neues Drehbuch von künstlerischem Rang verwendet werden. Über seine Vergabe entscheidet die "Jury Deutscher Drehbuchpreis".
Ein Buch, das großes Kino verspricht
Preisträger ist in diesem Jahr Karsten Laske. Er erhält die Auszeichnung für sein noch nicht verfilmtes Drehbuch "Mein Bruder, Hitlerjunge Quex".
In der Begründung der Jury heißt es: "Anhand des authentischen Schicksals eines Heranwachsenden im kleinen Arbeitermilieu des aufgekommenen Nationalsozialismus wird eine große Kinogeschichte erzählt. Unmittelbar und ergreifend, zugleich voller treffsicherem Humor erleben wir den Weg eines Jungen mit, geprägt von der Nazi-Propaganda um seinen im Straßenkampf getöteten Bruder, dessen Tod als verlogene Propaganda ausgeschlachtet wird. Präzise und packend werden die Stationen und das allmähliche Wachsen des Jungen erzählt, von der Unschuld in einer Zeit voller Verbrechen auch im Alltag, bis zur Erkenntnis der bitteren Wahrheit, die ihn schließlich zum Handeln zwingt."
Dem Drehbuch gelinge ein ganz eigener, unverfälschter und vorurteilsloser Blick auf die Zeit, über die wir bereits alles zu wissen glaubten, freute sich die Jury. Das Buch verspreche großes Kino und schlage einen Bogen ins Hier und Heute.
Der in Berlin lebende Karsten Laske ist Autor und Regisseur für Spiel- und Dokumentarfilme. 2005 erhielt er den Grimme-Preis für die ARD-Doku-Reihe „Damals in der DDR“. Laske wurde 1965 in Brandenburg/Havel geboren und wuchs in Sachsen auf. Er studierte an der Schauspiel-Hochschule "Ernst Busch" in Berlin, arbeitete am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und als künstlerischer Mitarbeiter an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg.
