Navigation und Service

Kulturstaatsminister

Mittwoch, 21. April 2010

Pressemitteilung: 
130
Ausgabejahr: 
2010

Staatsminister Bernd Neumann vergibt Produktionsförderungen für Kurzfilme

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat 19 Kurzfilmvorhaben mit einem Gesamtbetrag von 250.829 Euro gefördert.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Projekte:

„Sunny und Roswitha“

Hersteller: Wilson/Metschurat Filmproduktion GbR, Berlin

Regie: Barnaby Metschurat

Drehbuch: Katharina Adler

Fördersumme: 15.000 Euro

Sunny und Roswitha sind Vollprofis und unzertrennliche Freundinnen. Gemeinsam beaufsichtigen die Wachfrauen ihre Personenschleuse tadellos, bis eines Tages ein Überwachungsgerät die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe stellt (Spielfilm)

„Toteninsel – La isla de los muertos“

Hersteller: Vuk Jevremovic, München

Regie u. Drehbuch: Vuk Jevremovic

Fördersumme: 15.000 Euro

Was wäre, wenn der Kinofan Kafka den Regisseur Murnau vor 100 Jahren damit beauftragt hätte, seine Kurzgeschichte „In der Strafkolonie“ zu verfilmen? Was wäre, wenn dieser Film verschollen und nun wieder aufgetaucht wäre? (Animationsfilm)

„Copy und Paste“

Hersteller: Georg Gilcher, Köln

Regie u Drehbuch: Georg Gilcher, Renato Spieler

Fördersumme: 5.000 Euro

Lenny und Oleg sind kleine Taschendiebe. Als sie die Chance auf einen großen Coup wittern, schlagen sie zu und stehlen ein Drehbuch. Ob ihre kriminelle Energie für eine Karriere beim Fernsehen ausreicht? (Spielfilm)

„Zucker?“

Hersteller: 42Film GmbH, Halle/Saale

Regie u. Drehbuch: Mario Schneider

Fördersumme: 15.000 Euro

Der 8jährige Max steht im Mittelpunkt dieser Lausbubengeschichte, die sich um ländliches Leben in der DDR, Westbesuch und eine silberne Zuckerzange rankt. Was zunächst wie ein Fluch erscheint, könnte zum Segen werden…(Spielfilm)

„Atropos“

Hersteller: Alte Celluloid Fabrik GbR, Leipzig

Regie: Philipp J. Neumann

Drehbuch: Carl-Christian Elze

Fördersumme: 15.000 Euro

Herr Matthes (etwa 70) wacht morgens neben seiner Frau auf und muss feststellen, dass sie über Nacht gestorben ist. Die ersten Minuten nach diesem Schock schwanken zwischen purer Verzweiflung und seltsamer Pflichterfüllung (Spielfilm)

„Santeras: Die Kunst, mit den Göttern zu kommunizieren“

Hersteller: Jana Richter, Magdeburg

Regie u. Drehbuch: Jana Richter

Fördersumme: 15.000 Euro

Der Kluge sieht die Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Religionen, der Dummkopf die Unterschiede. Ein Mädchen wird zur Priesterin der Danteria geweiht – einer Religion, die das Christentum mit der afrikanischen Yoruba-Religion vereint. Eine Geschichte über die Kraft des Glaubens im sozialistischen Kuba (Dokumentarfilm)

„Die Frau des Fotografen“

Hersteller: Philip Widmann, Berlin

Regie: Philip Widmann, Karsten Krause

Drehbuch: Philip Widmann

Fördersumme: 15.000 Euro

Gerti Gerbert wurde von ihrem Mann über mehr als 40 Jahre nackt fotografiert. Der Film zeigt eine gewöhnliche Liebe in ungewöhnlichen Bildern und die Suche nach der Person hinter dem fotografischen Abbild (Dokumentarfilm)

„Sechster Sinn, Drittes Auge, Zweites Gesicht“

Hersteller: Ocean Pictures Filmproduktion GbR, Konstanz

Regie u. Drehbuch: Jan Riesenbeck

Fördersumme: 15.000 Euro

Ein Blinder sieht durch die Augen fremder Menschen. Er ist auf ihre Perspektiven angewiesen, um sich in der Welt orientieren zu können. Als er sich auf die Suche nach seinen fremden Helfern begibt, muss er schließlich erkennen, dass seine Suche nirgendwo hinführt (Experimentalfilm)

 


„Komm und hol‘ mich“

Hersteller: Kontrastfilm GbR, Mainz

Regie u. Drehbuch: Arne Ahrens

Fördersumme: 12.500 Euro

Julians Vater hat eine Verabredung mit Katjas und Lenas Mutter. Die Erwachsenen gehen aus und Julian soll den Abend mit den Mädchen verbringen. Diese haben sich für ihn eine Mutprobe ausgedacht, die alles andere als geplant verläuft. (Spielfilm)

„Südsee“

Hersteller: Dagmar Ege, Köln

Regie u. Drehbuch: Dagmar Ege

Fördersumme: 14.829 Euro

Eine Frau entlarvt kurz vor ihrer Hochzeit ihren Freund als Hochstapler und ringt mit ihm um eine Entscheidung zwischen Liebe und Lüge. Im Kampf gegen das Lügengestrüpp erhascht sie mitten in der bayerischen Provinz einen unverstellten Blick auf sich selbst (Spielfilm)

„Dear Mr. Starr“

Hersteller: Kinomaton Berlin GbR, Berlin

Regie u. Drehbuch: Deniss Kacs

Fördersumme: 12.500 Euro

Vater und Sohn schaffen es über Umwege, die Werte des jeweils anderen zu erkennen und zu respektieren (Spielfilm)

„MutterVaterKind“

Hersteller: Mariejosephin Schneider, Berlin

Regie u. Drehbuch: Mariejosephin Schneider

Fördersumme: 15.000 Euro

Der Streit der Eltern infiltriert die Träume eines kleinen Jungen und gipfelt schließlich in einem Akt der Gewalt. Der Film erzählt über den Blick des Jungen eine Parabel über den Kreislauf von Gewalt in der Familie, welchem ein Kind durch seine bedingungslose Bindung an die Eltern ausgeliefert ist (Spielfilm)

„Die Welt in Zahlen“

Hersteller: Power-Toons, Waldbröl

Regie: Michael Schwertel

Drehbuch: Susanne Risch, Michael Schwertel

Fördersumme: 15.000 Euro

Wirtschaftszahlen sind nicht nur rot und schwarz. In Relation zueinander gibt es weitere Botschaften, die visualisiert unwirklich erscheinen und doch ein Teil unserer Realität darstellen (Trickfilm)

„Die Leiden des Herrn Karpf (Folgen 4-6)“

Hersteller: Tohuwabohu GmbH, Berlin

Regie: Lola Randl

Drehbuch: Lola Randl, Rainer Egger

Fördersumme: 15.000 Euro

„Die Gehirnerschütterung“ (Herr Karpf hat eine Gehirnerschütterung, aber er hat vergessen, woher. Wie soll er sich nur schonen, wenn er doch sein Gedächtnis rekonstruieren muss); „Die Bekanntschaft (Herr Karpf hat sich verliebt. Gleich wird sie anrufen, aber weiß sie überhaupt, dass er zu Hause ist?), „Das Gerinsel“ (Herr Karpf muss vielleicht sterben, aber er ist sich nicht sicher. Er ordnet sein Leben für die Nachwelt – für alle Fälle (Spielfilm)

„Neon Aura“

Hersteller: Vitascope GbR

Regie u. Drehbuch: Sascha Quednau

Fördersumme: 6.000 Euro

Ein bekennender Heuchler präsentiert seine Leidensgeschichte und täuscht damit seinen Analytiker und die Zuschauer. Thematisiert werden der Zwang zur Anpassung in einer hochentwickelten Konsumgesellschaft und die dafür verübte Manipulation der Mitmenschen als ein heuchlerisches Verhalten (Spielfilm)

„Oshima“

Hersteller: Radical Movies! GmbH, Köln

Regie u. Drehbuch: Lars Henning

Fördersumme: 5.000 Euro

Ein heiter-melancholisches Großstadtmärchen über einen einsamen japanischen Geschäftsreisenden, der sich im Verlauf der Nacht in einer fremden deutschen Stadt unter fremdem Namen zusehends selbst verliert (Spielfilm)

„Maria“

Hersteller: Schneider + Groos Filmproduktion GmbH, Köln

Regie u. Drehbuch: Elmar Freels

Fördersumme: 15.000 Euro

Der Alltag von Maria ist trist. Die Achtjährige wächst in einer Arbeitslosenfamilie unter schwierigsten Bedingungen auf. Religion und Marienglauben gehören nicht in diese Welt. Als dem Kind nach einem Herzinfarkt des Stiefvaters mehrfach die Mutter Gottes erscheint, fühlen sich Maria, ihre Mutter und die zuständigen Instanzen überfordert (Spielfilm)

„virtuos virtuell“

Hersteller: Thomas Stellmach Animation, Kassel

Regie u. Drehbuch: Thomas Stellmach, Maja Oschmann

Fördersumme: 15.000 Euro

Eine choreografische Umsetzung eines Musikstücks von Louis Spohr mit Pinsel und Feder in stereoskopischer Darstellung, bei der in Einzelbild animierte, von der Musik inspirierte und begleitend zum Hören entstehende abstrakte Tuschezeichnungen einen weitläufigen Raum für Assoziationen öffnen (Experimentalfilm)

„1949“

Hersteller: Paul Florian Müller, Berlin

Regie u. Drehbuch: Paul Florian Müller

Fördersumme: 15.000 Euro

Das Jahr 1949: Ein Mann erwacht in einem Kellergewölbe; neben sich zwei ermordete Männer. Er kann sich weder erinnern, wer er ist, noch was passiert ist. Der Ermittler versucht herauszufinden, ob der Mann Täter oder Opfer ist. Aus dem psychologischen Katz- und Mausspiel der beiden wird schließlich ein Wettlauf gegen die Zeit (Spielfilm)

Die Auswahl der Kurzfilmprojekte erfolgte auf Vorschlag der Jury Produktionsförderung B (Kurzfilm). Die Jury tagte in folgender Besetzung: Michael Dreher, Ostfildern (Autor und Regisseur), Tilmann P. Gangloff, Allensbach (Fernseh- und Filmkritiker, Medienfachjournalist), Anna Hoffmann, Berlin (Programmkoordinatorin Berlinale), Susann Schimk, Berlin (Produzentin) und Elfriede Schmitt, Köln (Vorsitzende, Kulturagentur, Journalistin).

Kontakt/Information:

Filmreferat des BKM, Telefon: 0228-99-681-3583, Fax: -53583,
E-Mail: K35@bkm.bmi.bund.de

Pressestelle BKM, Telefon: 030-18-272-3281, Fax: - 3259,

E-Mail: pressestelle-bkm@bpa.bund.de