Donnerstag, 30. September 2010
Preise für Programmkinos und Filmverleiher
Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat in Berlin die Kinoprogramm- und Verleiherpreise 2010 vergeben. Ausgezeichnet wurden insgesamt 199 Kinos sowie drei Filmverleiher. Über den Hauptpreis freut sich das Kino "Traumstern" in Lich.
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Kino "Traumstern" in Lich
Foto: Programmkino Lich
Im ehemaligen Berliner Kino Kosmos gab sich die gesamte Programmkinoszene ein Stelldichein. Kulturstaatsminister Bernd Neumann unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der vielen kleineren Kinos in ganz Deutschland als "Orte der Kultur, der Begegnung und der niveauvollen Unterhaltung". Ihre Lage habe sich durch die notwendige Umstellung auf digitale Abspieltechnik in letzter Zeit allerdings verschlechtert.
Neumann: Kinos nicht im Stich lassen
Um die Wettbewerbsfähigkeit gerade dieser Kinos zu sichern und damit auch die kulturelle Vielfalt in Deutschland zu erhalten, sei deshalb eine flankierende staatliche Förderung erforderlich. "Deshalb haben die Filmförderungsanstalt und mein Haus schon frühzeitig Modelle entwickelt, um Kinos zu unterstützen − und zwar vor allem die Programmkinos, die die Filmkunst auf unvergleichliche und unverzichtbare Art pflegen", erklärte Neumann und versicherte, die Kinos nicht im Stich zu lassen.
Kinoprogrammpreise in vier Kategorien
Anschließend fand die mit Spannung erwartete Bekanntgabe der ausgezeichneten Kinos und Filmverleiher statt. 199 Filmtheater konnten sich über Prämien in Höhe zwischen 2.500 und 15.000 Euro freuen. Dabei wurden Preisgelder in Höhe von 1,5 Millionen Euro vergeben.
Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis für das beste Jahresfilmprogramm ging an das Kino "Traumstern" in Lich. Den Sonderpreis mit einer Prämie von 10.000 Euro für das beste Kurzfilmprogramm erhielt das „Lichtblick Kino“ in Berlin. Das „Mal Seh’n Kino“ in Frankfurt konnte sich über den Sonderpreis für das beste Dokumentarfilmprogramm freuen und das “Cineplex“ in Marburg über eine Auszeichnung für das beste Kinder- und Jugendfilmprogramm.
Drei Preise für Filmverleiher
Preise gab es an diesem Abend auch für drei Filmverleiher. Sie erhalten jeweils 75.000 Euro für "besondere Leistungen bei der Verbreitung künstlerisch herausragender Filme“. Die Prämien sollten unter anderem für die Finanzierung von neuen Filmlizenzen und Verleihkosten genutzt werden.
Entgegennehmen konnten sie die KOOL Filmdistribution aus Freiburg, die Arsenal Filmverleih GmbH aus Tübingen sowie der REAL FICTION Filmverleih aus Köln.
Der Kulturstaatsminister vergibt jedes Jahr Kinoprogrammpreise, um Kinos für ein kulturell herausragendes Jahresfilmprogramm auszuzeichnen. Verliehen werden dabei auch Sonderpreise für Kinder- und Jugendfilmprogramme sowie Preise für ein gutes Dokumentar- und Kurzfilmprogramm. Mit den Preisen will der Bund zur Erhaltung einer kulturell reichen Film- und Kinolandschaft in Deutschland beitragen. Die Preisgelder wurden in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Heute stehen insgesamt 1,5 Millionen Euro für die Auszeichnungen zur Verfügung.
