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Beauftragter für Kultur und Medien

Neues Internetportal zum Kleist-Jahr

Mo, 19.07.2010
Heinrich von Kleist / Kreidezeichnung, 1831(?), vermutlich im Auftrag der Braut, Wilhelmine von Zenge, angefertigt
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Foto: picture-alliance / akg-images
Heinrich von Kleist
Heinrich von Kleist ist einer der größten deutschen Dramatiker und Erzähler. Im Herbst 2011 jährt sich sein Todestag zum 200. Mal. Zum Auftakt des Kleist-Jahres wurde jetzt ein Internetportal freigeschaltet. Es wendet sich an alle Kleist-Interessierten und informiert über die Veranstaltungen im Gedenkjahr.
Heinrich von Kleist schied im November 1811 im Alter von nur 34 Jahren aus dem Leben. Er hinterließ er ein breit gefächertes Werk: Dramen, Erzählungen, publizistische Beiträge, aber auch Gedichte und zahlreiche Briefe.
 
Im literarischen Leben seiner Zeit war Heinrich von Kleist eher ein Außenseiter. Heute gehören Komödien wie "Der zerbrochene Krug" und "Amphitryon" oder Novellen wie "Michael Kohlhaas" und "Die Marquise von O… " ganz unstrittig zur Weltliteratur.
 

"Ein moderner Mensch"

 
Das neue Internetportal zum Kleist-Jahr 2011 beschreibt Heinrich von Kleist als modernen Menschen: "Kleists Protagonisten sind von deutscher Innerlichkeit und Grübelei frei, sie handeln und scheitern in der Realität, das macht Kleists Werke bis heute für Leser in aller Welt so attraktiv." Eine moderner Ansatz, der im Kleist Gedenkjahr noch stärker bekannt gemacht werden soll.
 
In Zusammenarbeit mit der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft Berlin, dem Kleist-Museum Frankfurt (Oder), dem Maxim Gorki Theater Berlin und der Theatergruppe Rimini Protokoll beteiligt sich die Kulturstiftung des Bundes deshalb an mehreren Projekten, die den Dichter als Vorläufer der Moderne würdigen. Sie hat dafür 2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
 

Zentrale Plattform für Kleist-Interessierte

 
Informationen zu allen Veranstaltungen und Projekten im Kleist-Jahr 2011 sind ab sofort auf dem neuen Kleist-Portal zu finden. Außerdem Angaben zu Leben und Werk des Dichters sowie zu den aktuellen Vorhaben der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft und des Kleist-Museums.
 
Beide Einrichtungen haben das Internetportal konzipiert und entwickelt. Sie wurden dabei aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers finanziell unterstützt. Über das Gedenkjahr 2011 hinaus soll das Portal allen "Kleist-Partnern" als zentrale Plattform zur Verfügung stehen.
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