Als sich 1989 der Widerstand gegen die DDR-Regierung formierte, haben Sie in Ihrer Heimatstadt Rostock den friedlichen Widerstand erheblich unterstützt und befördert. Die Aufklärung von Unrecht haben Sie zu Ihrem ganz persönlichen Anliegen erklärt. Bei einem 1999 geführten Interview mit dem Bayerischen Rundfunk-Online haben Sie, konfrontiert mit einem eigenen Zitat, gesagt: "Man muss ein Anliegen haben, sonst kann man es auch sein lassen". Ihre Äußerung stand in direktem Bezug zu Ihrer damaligen Tätigkeit als Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, eine Aufgabe die Sie 10 Jahre so erfolgreich wahrgenommen haben, dass die von Ihnen geführte Behörde landläufig als "Gauck-Behörde" bekannt wurde und auch heute noch ist. Auch nach Ihrer Amtszeit als Bundesbeauftragter sind Sie ein unermüdlicher und allseits anerkannter Aufarbeitungsaktivist geblieben. Ein Mensch, der Unrecht unverblümt beim Namen nennt, ohne zu polemisieren. Ein Mensch, der sich für eine ehrliche Aufarbeitung einsetzt. Hierfür möchte ich Ihnen anlässlich Ihres 70. Geburtstages meinen Dank aussprechen und Ihnen herzlich gratulieren.
