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Beauftragter für Kultur und Medien

Kulturen der Welt in der Mitte Berlins

Mi, 08.07.2009
Anders zur Welt kommen.Anonymer Flugversuch des Schlossers Besniers. Beilage zu Gottfried Wilhelm Leibniz: Drôle de Pensée, mit Kommentaren von Leibniz. 1675, Holzschnitt
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Foto: Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek - Niedersächsische Landesbibliothek, Hannover
Ein Blatt aus der Leibniz-Bibliothek
Wie das künftige Humboldt-Forum im Berliner Schloss aussehen wird, steht seit einem halben Jahr fest. Eine Ausstellung im Berliner "Alten Museum" zeigt jetzt, welche Einrichtungen dort einziehen und wie sie die neuen Räume nutzen werden.
Gleich drei bedeutende Kultur- und Bildungseinrichtungen werden im wiedererrichteten Berliner Schloss Sammlungen und Bestände präsentieren: das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Humboldt-Universität  und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
 
Alle drei Institutionen wollen dabei nicht nur Wissen zu vermitteln. Sie verstehen es auch als ihre Aufgabe, den Dialog zwischen den Wissenschaften und Künsten fördern. Und sie wollen ein Forum für die Diskussion wichtiger Zukunftsfragen bieten.
 
Auf diese Weise soll in der Mitte Berlins ein Ort der Weltkulturen entstehen. Ein Ort, der ebenso für Kunstgenuss steht wie für die Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken der Globalisierung.  
 

Ein offenes Haus

 
Wie dieser Anspruch umgesetzt werden soll, ist jetzt in einer Ausstellung im Alten Museum auf der Berliner Museumsinsel zu sehen.
 
Bei der Eröffnung zeigte sich Kulturstaatminister Bernd Neumann überzeugt, dass das Humboldt-Forum zu einem attraktiven, wegweisenden und offenen Haus im Herzen Berlins werde. Ihm sei es ein besonderes Anliegen, dass mit dieser einzigartigen Kultur- und Bildungslandschaft vor allem auch die junge Generation angesprochen werde, erklärte er.
 

Blick hinter die Kulissen

 
Kulturstaatsminister Neumann beim Rundgang durch die Ausstellung mit dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger (links)Foto: REGIERUNGonline/Bergmann Vergrößerung Kulturstaatsminister Neumann informiert sich in der AusstellungUnter dem Titel "Das Humboldt-Forum im Schloss: Anders zur Welt kommen" ermöglicht die Ausstellung einen Werkstattblick auf Konzepte, Ideen und Methoden der drei beteiligten Einrichtungen.
 
Dabei widmet sich die Schau vor allem drei großen Themenkomplexen. Ausgehend von der Kunstkammer im früheren Stadtschloss geht sie zunächst auf die Geschichte des Sammelns außereuropäischer Objekte in Berlin ein.
 
Eine Reise durch die Kontinente können Besucherinnen und Besucher im zweiten Bereich der Ausstellung mit dem Titel "Welten in Bewegung" unternehmen. Dabei geht es auch darum, wie unterschiedlich Objekte gedeutet werden.
 
Schließlich beschäftigt sich die Ausstellung mit aktuellen Forschungsmethoden und –projekten der beteiligten Einrichtungen sowie mit den Möglichkeiten der Wissensvermittlung.  
 
Zu sehen ist die Ausstellung  bis zum 17. Januar 2010. Im Lustgarten findet parallel eine Reihe von Veranstaltungen zum Humboldt-Forum statt.

Der Deutsche Bundestag hat bereits im Dezember 2007 beschlossen, das Berliner Schloss wieder zu errichten und dort das Humboldt-Forum unterzubringen. Im November 2008 entschied sich eine Jury dafür, den Entwurf des italienischen Architekten Franco Stella umzusetzen. Bauherr ist die Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum. Untergebracht werden sollen im Humboldt-Forum die Sammlungen außereuropäischer Kunst und Kultur aus dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin. Außerdem Kernbereiche der Zentral- und Landesbibliothek Berlin sowie eine moderne "teaching library" für Kinder und Jugendliche. Raum ist auch für die wissenschaftsgeschichtlichen Sammlungen der Humboldt-Universität sowie für Veranstaltungen zu Wissenschaft und Forschung.

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