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Umwelt

Weltmeister in der Nutzung der Energiequellen

Mo, 12.03.2007
Wohnanlage mit Solarenergie
Vergrößerung
Foto: BMU / Brigitte Hiss
Auf erneuerbare Energien umsteigen
Bis zum Jahr 2020 soll es soweit sein: Deutschland will dann die ressourceneffizienteste Volkswirtschaft der Welt sein. Um dieses Ziel zu erreichen, startete Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Initiative "Netzwerk Ressourceneffizienz".
Das Netzwerk bietet eine Plattform für Politik, Wirtschaft und und Wissenschaft. Hier können Erfahrungen ausgetauscht, innovative Ideen in die Praxis umgesetzt werden.
 

Netzwerk fördert Ideen und Kooperation

 
Das "Netzwerk Ressourceneffizienz" soll die Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen und Technologien mit einem hohen Exportpotenzial fördern. Außerdem sollen der Informationsaustausch organisiert, die politischen Rahmenbedingungen verbessert und die berufliche Aus- und Weiterbildung eingebunden werden.
 
Mit dem Netzwerk wird eine Internetplattform verbunden. Neben Informationskampagnen und Fachkongressen werden auch Pilotprojekte durchgeführt. Die Koordinierung des Netzwerkes übernimmt das Bundesumweltministerium. 
 

Ressourceneffizienz schließt wirtschaftliches Wachstum nicht aus

 
Ressourceneffizienz sei eines der zentralen Themen von Wirtschaft und Umweltpolitik, sagte Gabriel am 12. März bei der Auftaktveranstaltung des Netzwerkes in Berlin.
 
Angesichts immer knapper werdender Ressourcen müssten wir unsere Rohstoffbasis umstellen. Eine drastische Reduzierung des Ressourcenverbrauchs hieße nicht, die Wirtschaft könne nicht wachsen. Im Gegenteil - sie sei ein Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg, so der Umweltminister.
 
Bis Mitte unseres Jahrhunderts wird die Weltbevölkerung von gegenwärtig 6,5 Milliarden auf rund neun Milliarden Menschen anwachsen. Das führt zu einem enormen Mehrbedarf an Energie- und Rohstoffressourcen. Die Antwort darauf kann nur sein, mit den Rohstoffen effizienter umzugehen und den Umstieg auf erneuerbare Rohstoffe zu vollziehen.
 
Gegenwärtig verbrauchen 25 Prozent der Weltbevölkerung 80 Prozent der Energie- und Rohstoffreserven. Gerade für Entwicklungs- und Schwellenländer ist Verzicht aber nicht der Ausweg. Deshalb muss es gelingen, den Energie- und Rohstoffverbrauch vom wirtschaftlichen Wachstum abzukoppeln. Das ist insbesondere eine Aufgabe für die entwickelten Industrieländer.
 

Preise auf den Rohstoffmärkten steigen weiter an

 
Die jüngsten Preisentwicklungen bei Rohstoffen machen eine hohe Ressourceneffizienz und entsprechende Prozess- und Produktinnovationen zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor. Die Weltmarktpreise für importierte Rohstoffe im Euro-Raum sind von 2000 bis 2005 um 81 Prozent gestiegen. Langfristig sind nur diejenigen Volkswirtschaften erfolgreich, die auf massive Effizienzsteigerungen setzten.
 
Hinzu kommt, dass mehr als 40 Prozent der Kosten im produzierenden Gewerbe in Deutschland Materialkosten sind. Die Lohnkosten dagegen liegen deutlich unter 25 Prozent.
 
Bundesumweltminister Gabriel kritisierte, dass meist an den Lohnkosten gespart werde. "Wir wollen am Ende Megawattstunden arbeitslos machen und nicht immer nur Menschen", forderte er.
  

Maßnahmen der Bundesregierung

 
Das Thema Energie- und Rohstoffeffizienz war auch Gegenstand des Energiegipfels der Bundesregierung im vergangenen Jahr. Es gibt seit dem viele Maßnahmen, die von der Bundesregierung gefördert werden und zur Einsparung von Energie und Rohstoffen führen. Dazu gehören das CO2-Gebäudesanierungsprogramm, die Modernisierung des Kraftwerkparks und die Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster.
 
Unterstützt werden auch die Forschung und Entwicklung alternativer Energieträger und Ressourcen in Form von erneuerbaren Energien und nachwachsender Rohstoffe. Dazu führt die Bundesregierung ihre Kraftstoffstrategie weiter. Sie leuchtet beispielsweise die Potenziale synthetischer Kraftstoffe und der Wasserstoff/Brennstoffzelletechnologie aus.
 
 
Im März 2006 veröffentlichte die Bundesregierung eine Richtlinie zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich "Rationelle Energieverwendung, Umwandlungs- und Verbrennungstechnik". Dieser Bereich ist herausgehobener Schwerpunkt im Energieforschungsprogramm der Bundesregierung "Innovation und neue Energietechnologien".
 
 

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