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Umwelt

Mit erneuerbaren Energien gegen den Klimawandel

Di, 27.02.2007
Ein Arbeiter bei der Herstellung von Sonnencollectoren
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Foto: transit / Ritschel
Qualifizierte Arbeitsplätze durch erneuerbare Energien
Neue Arbeitsplätze und weniger Treibhausgasemissionen: Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine Erfolgsgeschichte. Gegenwärtig decken erneuerbare Energien in Deutschland einen Anteil von 5,3 Prozent am Primärenergieverbrauch ab. Bis 2020 könnten 16 Prozent erreicht werden.
Rund 214.000 Menschen sind zur Zeit in der Branche der erneuerbaren Energien beschäftigt. Allein im letzten Jahr entstanden 44.000 neue Arbeitsplätze. "Diese Zahlen unterstreichen, dass es mit der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gelungen ist, eine zukunftsweisende neue Industriebranche in Deutschland aufzubauen." Dies sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in Berlin bei der Vorstellung der neuesten Branchenergebnisse.
 

Anteil erneuerbarer Energien wächst stärker als erwartet

 
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland durch erneuerbare Energien 97 Millionen Tonnen an Treibhausgasemissionen eingespart. Bis zum Jahr 2050 könnte eine CO2-Minderung um 80 Prozent, bezogen auf das Basisjahr 1990, erreicht werden. Dafür ist jedoch eine verbesserte Energieeffizienz notwendig.
 
Das prognostiziert die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erarbeitete Leitstudie über den zu erwartenden Ausbau der erneuerbaren Energien. "Die Studie untermauert, dass durch eine Modernisierung unserer Energieversorgung anspruchsvolle Klimaschutzpolitik realisiert werden kann", sagte Gabriel.
 
>> Leitstudie 2007 - Zusammenfassung
>> Leitstudie 2007
  

Klimaschutz auf EU-Ebene

 
Die Europäische Kommission strebt in internationalen Verhandlungen die Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen an. Ihr Ziel ist es, bis 2020 weltweit 30 Prozent weniger Treibhausgase auszustoßen - bezogen auf das Basisjahr 1990. Bis 2050 sollen es 50 bis 80 Prozent weniger sein. 
 
Nur unter diesen Voraussetzungen ist es möglich, die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten. Unabhängig von den Ergebnissen der internationalen Verhandlungen will die EU in jedem Fall ihre Emissionen bis 2020 um 20 Prozent reduzieren.
 
Geografisch bedingt wird der Anteil erneuerbarer Energien in den einzelnen Ländern unterschiedlich sein. So ist der Anteil in den skandinavischen Ländern schon heute größer als dieser angestrebte Durchschnitt. In Deutschland ist bis 2020 ein Anteil von 16 Prozent am Primärenergieverbrauch möglich.
  

Maßnahmen der Bundesregierung

 
Deutschland unterstützt den Vorschlag der EU-Kommission, für die EU ein verbindliches Ausbauziel für die erneuerbaren Energien bis 2020 festzulegen. Bis zum Jahr 2020 sollen im europäischen Durchschnitt 20 Prozent der Primärenergie aus erneuerbaren Quellen stammen. Das wird unter anderem ein wichtiges Thema der EU-Ratstagung im März sein.
 
Gabriel kündigte an, dass die Bundesregierung noch in diesem Jahr einen umfassenden Erfahrungsbericht zur Nutzung erneuerbarer Energien vorlegen werde.
 
Am Wärmemarkt besteht ein erhebliches Potenzial für erneuerbarer Energien. Die Bundesregierung will durch gesetzliche Regelungen dazu beitragen, dass sich diese entfalten können. Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmebereich verspricht noch einmal einen Zuwachs an Arbeitsplätzen.
 
Energie muss effizienter genutzt werden. Die Bundesregierung setzt sich für die Einführung von Effizienzstandards bei elektrischen Geräten und Kraftfahrzeugen auf europäischer Ebene ein.
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