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Arbeit und Soziales

Wirtschaftsaufschwung sorgt für mehr Arbeitsplätze

Di, 20.02.2007
Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt unvermindert an. Mehr als 800.000 gemeldete offene Stellen sind ein deutliches Signal für die Trendwende am Arbeitsmarkt. In dieser Entwicklung spiegelt sich die anhaltend günstige Konjunktur wider. Wirtschaftsfachleute sagen für die nächsten Jahre weiter sinkende Arbeitslosenzahlen voraus.
Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten im vierten Quartal 2006 rund 39,7 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland.
 
Damit erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 452.000 Personen. Das ist ein Zuwachs von 1,2 Prozent. Das war die höchste Steigerung in einem Quartal des vergangenen Jahres.
 
Dieses positive Ergebnis im vierten Quartal 2006 wurde von der außergewöhnlich milden Witterung begünstigt.
 
Die Bundesregierung bleibt ehrgeizig in ihrem Ziel, die Arbeitslosigkeit kontinuierlich zu verringern. Sie leistet ihren Beitrag, um die bestehenden Chancen im Interesse der betroffenen Menschen zu nutzen.
 

Größte Zuwächse im Dienstleistungssektor

 
Wie im gesamten Jahresverlauf zuvor waren auch im vierten Quartal 2006 die größten Beschäftigungsgewinne im Dienstleistungssektor zu verzeichnen. Insgesamt stieg die Zahl der Erwerbstätigen dort im Vorjahresvergleich um 1,6 Prozent. Zu diesem Gesamtergebnis trug auch das Wachstum in der Zeitarbeitsbranche bei.
 
Beschäftigungszuwächse gegenüber dem Vorjahr erfolgten im vierten Quartal 2006 zudem im Baugewerbe (+ 0,8 Prozent ) sowie in der Land- und Forstwirtschaft (+ 0,4 Prozent).
 
Arbeitsplatzverluste gab es ein weiteres Mal im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe). Allerdings fielen diese im vierten Quartal 2006 schwächer aus als in den drei Quartalen zuvor.
 

Zuversicht für 2007

 
Zu Jahresbeginn 2007 setzt sich die positive Entwicklung fort. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote verringerte sich von 9,8 Prozent im Dezember 2006 auf 9,5 Prozent im Januar 2007. Ein Jahr zuvor waren es noch 11,4 Prozent.
 
Die Arbeitslosenzahl ist im Januar zwar um 239.000 auf 4,247 Millionen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren damit aber 764.000 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Darunter auch 135.000 junge Menschen unter 25 Jahren.
 
Die Zahl der Arbeitslosen wird in diesem Jahr voraussichtlich um rund 480.000 Personen sinken. Das geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung hervor. Damit gibt es Chancen, im Jahresdurchschnitt unter vier Millionen zu bleiben. 2006 waren durchschnittlich 4,49 Millionen Menschen arbeitslos. Für die Beschäftigung wird eine weitere Zunahme von rund 300.000 prognostiziert.   
 

Binnenwirtschaft und moderate Lohnentwicklung

 
Erfreulich sind die binnenwirtschaftlichen Impulse, die zunehmend wichtige Wachstumsbeiträge liefern. Zusammen mit der Exportwirtschaft steht die Konjunktur damit robust auf zwei Beinen. Dazu haben auch die tiefgreifenden Reformen der Bundesregierung beigetragen. Die Strategie "Reformieren, Sanieren und Investieren" geht auf.
 
Die Bundesbank sieht die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt nicht zuletzt als Folge der moderaten Lohnentwicklung in den vergangenen Jahren. Dadurch sei es gelungen, Arbeitsplätze im Inland zu sichern und mit der zunehmenden konjunkturellen Belebung neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Dies schreibt sie in ihrem aktuellen Monatsbericht.
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