Freitag, 19. März 2010
Hintergrundinformationen zum Investorenmodell bei EADS
Die Beteiligungsstruktur wurde unter Koordination des Bundeskanzleramtes erarbeitet. Daimler hatte seinen gesamten Anteil von 22,5 Prozent an der EADS in einer Gesellschaft gebündelt, an der sich das Investorenkonsortium über eine Zweckgesellschaft mit einem Drittel beteiligte. Im Ergebnis entspricht dies einem Anteil für das Investorenkonsortium an der EADS in Höhe von 7,5 prozent
Das Abkommen enthält eine Option für Daimler, diese Struktur zum 1. Juli 2010 aufzulösen – von der das Unternehmen in Rücksprache mit dem Investorenkonsortium keinen Gebrauch machen wird. Die bisherige Beteilungsstruktur und Modalitäten bleiben unverändert.
Das Investorenkonsortium besteht aus 15 Investoren, davon sieben aus dem privatwirtschaftlichen und acht Investoren aus dem öffentlichen Bereich. Die privatwirtschaftlichen Investoren halten 60 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens, die öffentlichen Investoren 40 Prozent.
Auf privater Seite besteht die Investorengruppe aus Allianz, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank und Goldman Sachs, die jeweils 10% der Anteile an der Zweckgesellschaft erwerben sowie aus Morgan Stanley und Sal. Oppenheim mit einer Investition von jeweils 5%.
Auf öffentlicher Seite beteiligen sich die KfW Bankengruppe mit 13 Prozent an der Zweckgesellschaft, HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsverwaltung (Land Hamburg) mit zehn Prozent die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft (Land Niedersachsen) mit fünf Prozent die Bayerische Landesbodenkreditanstalt, Anstalt der Bayerischen Landesbank und die LfA Förderbank Bayern mit 3,5 Prozent bzw. 1,5%, die Landesbank Baden-Württemberg und die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (L-Bank) mit jeweils 2,5 Prozent sowie die Bremer Investitions-Gesellschaft (Land Bremen) mit zwei Prozent.
