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Mittwoch, 1. Dezember 2010

Portraits: Träger der Integrationsmedaille 2010

Staatsministerin Böhmer hat am 1. Dezember 2010  Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die sich durch herausragendes persönliches Engagement in besonderer Weise um die Integration verdient gemacht haben. Bei einer Feierstunde im Bundeskanzleramt verlieh Böhmer erstmals acht Integrationsmedaillen.

Die Staatsministerin hatte die Fraktionen des Deutschen Bundestags um Vorschläge zu Personen gebeten, die sich in besonderer Weise für ein gutes Miteinander einsetzen. Aus diesen Vorschlägen wurden acht Preisträger ausgewählt. Kriterium für die Vergabe der Medaille ist, dass das Engagement für Integration modellhaft und nachhaltig ist.


An folgende Personen wurden  jeweils eine Integrationsmedaille und Urkunden überreicht:
 

Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Ahmed Al KadariBild vergrößern Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Ahmed Al Kadari Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Ahmed Al Kadari aus Raunheim, geb. in Marokko, initiierte zahlreiche Hilfs- und Integrationsprojekte an Raunheimer Schulen und Kindergärten. Zugleich setzt sich der gläubige Muslim intensiv für den interreligiösen Dialog mit der evangelischen Kirchengemeinde Raunheim ein.

Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an die Familie AridiBild vergrößern Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an die Familie Aridi Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Familie Aridi aus Zeven kam als Flüchtlingsfamilie aus dem Libanon nach Deutschland und hat sich hier hervorragend integriert. Die Eltern haben sich jahrelang im Sportverein TUS Zeven engagiert, die Söhne sind erfolgreiche Existenzgünder.

Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Dr. Turgut AltuğBild vergrößern Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Dr. Turgut Altuğ Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Dr. Turgut Altuğ aus Berlin, geb. in der Türkei, hat das Deutsch-Türkische Umweltzentrum gegründet und verbindet damit Migrationsarbeit und Umweltschutz. Regelmäßig lädt er in Kreuzberg zu Infoveranstaltungen über Umwelthemen und gesunde Ernährung ein und bietet Kochkurse für türkische Jungen an.

Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Beyhan GülerBild vergrößern Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Beyhan Güler Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Beyhan Güler aus Bendorf, geb. in der Türkei, setzt sich auch neben ihrer Arbeit als Lehrerin für muttersprachlichen Unterricht intensiv bei der Elternarbeit ein. Zudem engagiert sie sich als langjährige Vorstandsvorsitzende des Vereins “Merhaba“, einem Lernort für türkische Kinder und Jugendliche.

Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Remzi GüneysuBild vergrößern Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Remzi Güneysu Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Remzi Güneysu aus Erlangen, geb. in der Türkei, ist seit 1996 aktives Mitglied der Sicherheitswacht, die die Polizei bei ihrer Arbeit in Problembereichen unterstützt. Zugleich ist er als ehrenamtlicher Dolmetscher tätig und engagiert sich als Ehrenvorsitzender im Türkisch-Islamischen Kulturverein.

Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Adnan MermertasBild vergrößern Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Adnan Mermertas Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Adnan Mermertas aus Herne, geb. in Syrien, setzt sich für die Integration der syrisch-orthodoxen Christen in der Bundesrepublik ein. Er gehört selbst dieser Glaubensgemeinschaft an und unterstützt weitere Mitglieder als Dolmetscher in Asyl- und Einbürgerungsfragen.

Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Dagmar ReissigBild vergrößern Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Dagmar Reissig Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Dagmar Reissig aus Kernen, geb. in Deutschland, ausgebildete Kulturdolmetscherin bei der Caritas, hat Migrantenkinder insbesondere beim Spracherwerb unterstützt. Mit einem „Café International“ macht sie gemeinsam mit anderen Frauen Integration vor Ort möglich.

Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Dr. Mekonnen ShiferawBild vergrößern Staatsministerin Maria Böhmer übergibt die Integrationsmedaille an Dr. Mekonnen Shiferaw Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Dr. Mekonnen Shiferaw aus Berlin, geb. in Äthiopien, engagiert sich seit Jahren in Marzahn-Hellersdorf gegen Fremdenfeindlichkeit. Er gründete das Projekt „Babylon“ unter dem Motto „Für Toleranz und gegen Gewalt“ und ist vor allem in der Jugendarbeit vor Ort aktiv.