Montag, 25. April 2011
Welt-Malaria-Tag
Die Bundesregierung unterstützt den Kampf gegen Malaria auf vielfältige Weise. Der diesjährige Welt-Malaria-Tag spiegelt mit dem Themenschwerpunkt "Achieving Progress and Impact" (Fortschritte und Wirkung erzielen) die Anstrengungen wider, Malaria bis zum Jahr 2015 zu besiegen.
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Wirksamer Schutzschirm: Imprägniertes Moskitonetz
Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb
Malaria ist zum größten Feind der Menschen bei den Tropenkrankheiten geworden. Die hohe Anzahl an Erkrankungen und Sterbefälle machen Malaria zu einem ernsthaften Entwicklungsproblem. Hoffnungsvolle und jahrelange Entwicklungsbemühungen werden durch die Erkrankung der Menschen zunichte gemacht.
Der Welt-Malaria-Tag wurde von Weltgesundheitsorganisation als Aktionstag im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Ziel ist es, Malaria aufgrund der globalen Gesundheits- und Entwicklungsprobleme und seiner Folgen mehr in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit zu rücken.
Malaria – ein zäher Gegner
Vor nicht einmal 60 Jahren wurde Malaria durch einfache, öffentliche Gesundheitsmaßnahmen auf dem europäischen und nordamerikanischen Kontinent eliminiert.
In Afrika, Asien und Lateinamerika sind jedoch heutzutage mehr als eine halbe Milliarde Menschen in 106 Ländern einem hohen Malariarisiko ausgesetzt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verstarben im Jahr 2009 etwa 781.000 Menschen an der durch Moskitos übertragenen Krankheit - alle 45 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria.
Trotz guter Fortschritte in einigen Ländern bleibt die Erkrankungsrate weltweit hoch. Der Welt-Malaria-Tag ist eine geeignete Gelegenheit für die Weltgemeinschaft, ihren Willen zu bekräftigen, Malaria ein für allemal weltweit auszurotten.
Unterstützung der Bundesregierung
Die Bundesregierung unterstützt die Bekämpfung der Malaria auf vielfältige Weise: Mit Insektiziden behandelte Moskitonetze sind nach wie vor eines der effektivsten Mittel, um das Infektionsrisiko zu senken. Im Mittelpunkt der deutschen Förderung steht insbesondere die Stärkung von Gesundheitssystemen. Nur ein funktionierendes Gesundheitssystem kann Malaria eindämmen und die entstehende Krankheitslast auffangen.
Erst durch den Zugang zu Gesundheitsdiensten kann die Anwendung von Medikamenten zur Malariaprävention und Behandlung sichergestellt werden. Hier leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag.
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Fast eine Million Menschen sterben jedes Jahr an Malaria - besonders Kleinkinder.
Foto: Action Medeor/B.Betzelt
Die Nutzung von Pestiziden (DDT) in der Bekämpfung von Mücken ist in den letzten Jahren stark in den Fokus gerückt und strengen Auflagen unterworfen.
„Jeder Malaria-Todesfall ist unnötig!“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gudrun Kopp.
Das langfristige Ziel der Ausrottung der Malaria ist für die internationale Gebergemeinschaft und Deutschland von elementarer Bedeutung für die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele. Dies gilt ebenfalls für die Erreichung der Ziele, die Deutschland im Rahmen der G8-Muskoka-Initiative zur Mutter-Kind-Gesundheit im vergangenen Jahr festgelegt hat.
