Botschafter a.D. Wolfgang Ischinger wird die Konferenz heute Nachmittag eröffnen. "Ich freue mich, als Vertreter der Bundesregierung Außenminister Guido Westerwelle und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zu begrüßen", teilte der Vorsitzende der Konferenz im Vorfeld mit. Neben Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wird auch Chinas Außenminister Yang Jiechi erwartet. UN-Generalsekretär Ban Ki-Mmoon wird eine Video-Botschaft übermitteln.
Weitere Themenschwerpunkte
Zusätzlich zu den Schwerpunkten Naher Osten, zukünftige Nato-Strategie und Abrüstung wird es auch um Fragen der Ressourcensicherheit gehen. Hochkarätige Vertreter der Wirtschaft werden zu diesem Thema gehört. Botschafter Ischinger stellte klar, dass eine ganze Reihe außen- und sicherheitspolitischer Fragestellungen in diesem Bereich auch wirtschaftspolitischen Sachverstand erfordern.
Neue Afghanistan-Strategie
Nach der Konferenz in London wird auch in München die Afghanistan-Strategie diskutiert. Am Sonntag spricht der afghanische Präsident Hamid Karzai. An der sich anschließenden Diskussion nehmen unter anderem der Sonderbeauftragte für Pakistan und Afghanistan, Richard Holbrooke, sowie der pakistanische Minister Nawabzada Khan teil.
Die Münchner Sicherheitskonferenz ist eine nicht-regierungsamtliche Veranstaltung hochrangiger Persönlichkeiten aus dem politischen, wirtschaftlichen und publizistischen Bereich. Der Verleger Ewald von Kleist gründete sie. Botschafter a.D. Wolfgang Ischinger leitet als nunmehr dritter Vorsitzender die Konferenz. Insgesamt führt es rund 300 Teilnehmer aus 50 Ländern in die bayerische Landeshauptstadt. Jenseits protokollarischer Zwänge und diplomatischer Höflichkeit kann in der Sache "Klartext" gesprochen werden.
