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Freitag, 13. November 2009

Interesse an zusätzlicher Altersvorsorge ungebrochen

Trotz anhaltender Wirtschafts- und Finanzkrise sind auch im dritten Quartal 2009 wieder rund 250.000 neue Riester-Sparkonten eröffnet worden. Zusammen mit der Zahl der Neuabschlüsse aus der ersten Jahreshälfte 2009 (480.000) sind in diesem Jahr bislang schon fast eine dreiviertel Million private Altersvorsorgeverträge abgeschlossen worden.

Auch und gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erkennen Bürgerinnen und Bürger die Notwendigkeit ergänzender Alterssicherung. Und der Staat hilft beim Sparen mit - durch Zulagen und Steuervorteile.

 

Zum Stichtag 31. Oktober 2009 sparen damit seit Einführung dieser Förderung im Jahr 2001 fast 13 Millionen Menschen per Riester-Vertrag ergänzend für ihre Altersvorsorge. Allein 2008 haben sich insgesamt mehr als zwei Millionen Bürgerinnen und Bürger für eine Riester-Rente entschieden.

 

Lohnende Zulagen und Steuervorteile

 

Der Einstieg in die ergänzende private Altersvorsorge lohnt sich – gerade auch für Geringverdienende und Familien. Auch wer arbeitslos ist oder sich in Elternzeit befindet, erhält die Zulagen. Denn die Zulagen werden unabhängig vom jeweiligen Einkommen gezahlt.

 

Wer sich heute neu für eine Riester-Rente entscheidet, investiert bis zu vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens als Eigenbeitrag. Der Mindesteigenbetrag beträgt 60 Euro jährlich oder 5 Euro monatlich.

 

Der Staat unterstützt die Sparenden mit mindestens 154 Euro jährlich. Pro Kind werden 185 Euro gewährt. Und für jedes seit dem 1. Januar 2008 geborene Kind fließen sogar 300 Euro pro Jahr auf das Riester-Konto. Zugleich beträgt der höchstmögliche Sonderausgabenabzug in der Steuererklärung 2.100 Euro.

Altersvorsorge durch Wohneigentum

Auch Wohneigentum fürs Alter wird als zusätzliche private Altersvorsorge gefördert. Rückwirkend seit 1. Januar 2008 gelten die Regelungen der Riester-Förderung auch für den Erwerb oder den Bau selbstgenutzter Wohnimmobilien.

Damit gehören Darlehensverträge für die Anschaffung und den Bau von Immobilien und Genossenschaftsanteilen zu den begünstigten Anlageprodukten. Allerdings nur, wenn die Wohnung selbst genutzt wird. Rund 119.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits für diese Form der Zusatzvorsorge entschieden.

Initiative "Altersvorsorge macht Schule"

 

Ziel ist es, noch mehr Menschen auf die vielfältigen Sparmöglichkeiten für ihre Altersvorsorge aufmerksam zu machen. Die Bildungsoffensive "Altersvorsorge macht Schule" sorgt bundesweit für unabhängige Informationen.

 

An über 500 Volkshochschulen erklären erfahrende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung, wie eine finanzielle Absicherung im Alter aussehen könnte. Kurse informieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  •  mit wie viel gesetzlicher Rente gerechnet werden kann,
  •  wie der Staat die zusätzliche private und betriebliche Altersvorsorge fördert,
  •  welche Möglichkeiten es gibt, rein privat vorzusorgen,
  •  was Verbraucher vor Abschluss eines Vertrages beachten müssen.

Interessierte werden so zu Alterssicherungsexperten in eigener Sache – auch ohne Vorkenntnisse und ungeachtet individueller finanzieller Möglichkeiten.

 

Partner der Initiative sind neben der Bundesregierung die Deutsche Rentenversicherung, die Volkshochschulen, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände und der Bundesverband der Verbraucherzentralen.

 

"Altersvorsorge macht Schule"