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Freitag, 10. September 2010

Kultur in Bewegung

Am kommenden Sonntag öffnen wieder Denkmale in ganz Deutschland ihre Türen. In diesem Jahr geht es dabei vor allem um Reisen, Handel und Verkehr.

Historische Lokomotive auf großer Fahrt durch Nordrhein-WestfalenBild vergrößern "Reisen, Handel und Verkehr" ist das Thema des Denkmaltags 2010 Foto: picture-alliance / Horst Ossinge

Wie jedes Jahr am zweiten Samstag im September laden auch am kommenden Wochenende tausende historische Bauwerke zu Streifzügen in die Vergangenheit ein. Mit dabei sind Zollstationen, Lagerhäuser und Hafenanlagen, in diesem Jahr aber auch historische Verkehrsmittel, Kanäle und Schienenstrecken.

Insgesamt öffnen etwa 7.500 Denkmale ihre Türen, viele von ihnen sind sonst nicht zu besichtigen. Geboten werden neben fachkundigen Führungen, Vorträgen und Ausstellungen auch Besichtigungstouren und Fahrten mit historischen Fahrzeugen.  

Bisher haben jedes Jahr über vier Millionen Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit genutzt, am "Tag des offenen Denkmals" sonst oft unzugängliche Denkmale kennen zu lernen. Im vergangenen Jahr waren über 4,5 Millionen Menschen in mehr als 2.600 Städten und Gemeinden in Sachen Denkmalschutz unterwegs.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den "European Heritage Days". Er findet seit 1993 jedes Jahr am zweiten Sonntag im September statt. Koordiniert wird er von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Ziel der Initiative ist es, Menschen mit dem Kulturerbe in Deutschland bekannt zu machen. Außerdem sollen die Aktionen das Interesse für Denkmalschutz und Denkmalpflege wecken.

Plakat zum Tag des offenen Denkmals 2010Bild vergrößern Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Vom Bund gefördert: Denkmalpflege und Denkmalschutz

 

Denkmalschutz und Denkmalpflege sind in erster Linie Aufgaben der Länder. Die Erhaltung wichtiger nationaler Kulturdenkmäler ist aber von je her auch ein Schwerpunkt der Kulturpolitik des Bundes.

Seit Jahrzehnten fördert die Bundesregierung deshalb durch das Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ und ein Kulturinvestitionsprogramm in Höhe von 400 Millionen Euro die Sanierung von Baudenkmälern, historischen Parks und archäologischen Stätten.

Dringende Substanzsicherungs- und Restaurierungsarbeiten an rund 270 kleineren und mittleren Denkmälern in ganz Deutschland unterstützt die Bundesregierung außerdem durch ein Denkmalschutz-Sonderprogramm in Höhe von 40 Millionen Euro. Weitere 18,5 Millionen Euro  kann der Kulturstaatsminister aus dem 2009 verabschiedeten Konjunkturprogramm II der Bundesregierung für die Sanierung von Kulturdenkmälern einsetzen. Damit trägt die Bundesregierung wesentlich zum Erhalt des kulturellen Erbes in den Regionen Deutschlands bei.