Kulturstaatsminister Bernd Neumann nahm heute am symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau der Kulturstiftung des Bundes teil. Dabei dankte er der Kulturstiftung für ihre hervorragende Arbeit in der Förderung zeitgenössischer Kunst und der kulturellen Bildung.
Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung des Stiftungssitzes Halle. Mit dieser Entscheidung habe der Bund ein Zeichen dafür gesetzt, dass nationale Kulturförderung nicht nur in Berlin, sondern gerade auch in den neuen Bundesländern stattfindet. "Dies verstehe ich als ein besonderes Bekenntnis des Bundes zum Föderalismus", erklärte Neumann.
Bisher provisorisch untergebracht
Die Kulturstiftung des Bundes hat ihre Arbeit im Frühjahr 2002 in den historischen Räumen der Franckeschen Stiftungen aufgenommen. Von Anfang an war absehbar, dass die Unterbringung an zunächst zwei, später drei Standorten nur ein Provisorium sein konnte.
Im Frühjahr 2009 wurde deshalb ein internationaler Architekturwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich 160 Architekturbüros beteiligten. Gesucht war ein Neubau, der die satzungsmäßigen Ziele der Stiftung - die Initiierung und Förderung nationaler und internationaler, innovativer Kulturprojekte - mit zeitgemäßer Baukultur und einer energieeffizienten, nachhaltigen Technologie verbindet. Außerdem sollte sich das neue Gebäude gut in die frühneuzeitliche Häuserzeile am Franckeplatz einfügen.
Konsequent zeitgenössischer Neubau
Den ersten Preis erhielt das Münchner Büro Veronika Dannheimer und Tilman Joos. Ihr Entwurf überzeugte das Preisgericht vor allem durch seine konsequente Zeitgenossenschaft. Er wird – so das Preisgericht - zeigen, dass hier "funktional und architektonisch bewusst ein neues Kapitel begonnen wird." Der Entwurf gilt dabei auch in wirtschaftlicher und energetischer Hinsicht als beispielhaft.
Der Neubau soll zum Jahreswechsel 2011/2012 bezugsfertig sein. Finanziert wird er mit 3,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II.