Navigation und Service

Montag, 12. Juli 2010

Kulturstiftung des Bundes baut

Seit ihrer Gründung im Jahr 2002 hat die Kulturstiftung des Bundes ihren Sitz in Halle an der Saale. Bisher ist sie dort an drei verschiedenen Standorten auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen untergebracht. Abhilfe schaffen soll ein Neubau, für den jetzt der erste Spatenstich gesetzt wurde.

Preisgekrönter Entwurf für den Neubau der Kutlurstiftung des Bundes, Büro Dannheimer & Joos Architekten BDA MünchenBild vergrößern Entwurf für den Neubau der Kulturstiftung des Bundes Foto: Falk Wenzel

Kulturstaatsminister Bernd Neumann nahm heute am symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau der Kulturstiftung des Bundes teil. Dabei dankte er der Kulturstiftung für ihre hervorragende Arbeit in der Förderung zeitgenössischer Kunst und der kulturellen Bildung.

Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung des Stiftungssitzes Halle. Mit dieser Entscheidung habe der Bund ein Zeichen dafür gesetzt, dass nationale Kulturförderung nicht nur in Berlin, sondern gerade auch in den neuen Bundesländern stattfindet. "Dies verstehe ich als ein besonderes Bekenntnis des Bundes zum Föderalismus", erklärte Neumann.

Bisher provisorisch untergebracht

Die Kulturstiftung des Bundes hat ihre Arbeit im Frühjahr 2002 in den historischen Räumen der Franckeschen Stiftungen aufgenommen. Von Anfang an war absehbar, dass die Unterbringung an zunächst zwei, später drei Standorten nur ein Provisorium sein konnte.  

Im Frühjahr 2009 wurde deshalb ein internationaler Architekturwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich 160 Architekturbüros beteiligten. Gesucht war ein Neubau, der die satzungsmäßigen Ziele der Stiftung - die Initiierung und Förderung nationaler und internationaler, innovativer Kulturprojekte - mit zeitgemäßer Baukultur und einer energieeffizienten, nachhaltigen Technologie verbindet. Außerdem sollte sich das neue Gebäude gut in die frühneuzeitliche Häuserzeile am Franckeplatz einfügen.

Konsequent zeitgenössischer Neubau

Den ersten Preis erhielt das Münchner Büro Veronika Dannheimer und Tilman Joos. Ihr Entwurf überzeugte das Preisgericht vor allem durch seine konsequente Zeitgenossenschaft. Er wird – so das Preisgericht  - zeigen, dass hier "funktional und architektonisch bewusst ein neues Kapitel begonnen wird." Der Entwurf gilt dabei auch in wirtschaftlicher und energetischer Hinsicht als beispielhaft.

Der Neubau soll zum Jahreswechsel 2011/2012 bezugsfertig sein. Finanziert wird er mit 3,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II.