Freitag, 9. April 2010
Einnahmeüberschuss in der Pflegeversicherung
Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die Einnahmesituation der Pflegeversicherung im vergangenen Jahr gut entwickelt: Die soziale Pflegeversicherung erzielte im Jahr 2009 einen Überschuss von rund einer Milliarde Euro.
Einnahmen von 21,3 Milliarden Euro standen Ausgaben von 20,3 Milliarden Euro gegenüber. Die Einnahmen im Jahr 2009 stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent. Damit verfügte die Pflegeversicherung Ende 2009 über einen Mittelbestand von 4,8 Milliarden Euro. Das entspricht 2,8 Monatsausgaben.
Leistungen für Pflegebedürftige verbessert
Die Ausgaben stiegen im vergangenen Jahr um 6,2 Prozent. Grund hierfür sind die Leistungsverbesserungen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes. 115.000 Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (insbesondere Demenzkranke) erhielten im Jahresdurchschnitt 2009 zusätzliche Betreuungsleistungen. Im Jahresdurchschnitt 2007 waren es erst 70.000 Menschen. Das ist ein Anstieg um 60 Prozent. Die Betreuungsleistung ist zudem von 460 Euro je nach Betreuungsaufwand auf 1200 beziehungsweise 2400 Euro pro Jahr angehoben worden.
Bessere stationäre Betreuung
Im stationären Bereich haben inzwischen mehr als 70 Prozent aller Pflegeheime zusätzliche Betreuungskräfte für demenziell erkrankte Heimbewohner eingestellt. Sie werden von der Pflegeversicherung bezahlt. Die Reform hat zu einer Stabilisierung der häuslichen Pflege beigetragen: Der langjährige Trend hin zu einem steigenden Anteil vollstationär versorgter pflegebedürftiger Menschen hat sich im Jahr 2009 nicht fortgesetzt.
Leistungsbeiträge der Pflegestufen 2010 erhöht
In diesem Jahr wurden die Leistungsbeiträge der Pflegeversicherung weiter angehoben. Bei Pflegesachleistungen in der Pflegestufe I werden statt 420 nun 440 Euro gezahlt, in Pflegestufe II 1.040 Euro statt 980 Euro und in Pflegestufe III 1.510 Euro statt 1.470 Euro.
