Montag, 8. März 2010
Förderpreis „Aktive Bürgerschaft 2010“ verliehen
Der diesjährige Preis des Vereins „Aktive Bürgerschaft“ widmet sich 2010 ganz dem Thema „Familie“. Gleich zwei Bürgerstiftungen wurden für das vorbildliche Engagement ihrer Helferinnen und Helfer ausgezeichnet.
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Merkel lobte die Bürgerinitiativen für ihr Engagement
Foto: REGIERUNGonline/Kühler
Bei der Preisverleihung lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Laudatio die Arbeit der zahlreichen Freiwilligen, die sich in den Stiftungen engagieren. „Wer Nächstenliebe beweist, wer Zeit einsetzt, um für andere da zu sein, der bereichert die gesamte Gesellschaft und der bekommt auch Anerkennung von der gesamten Gesellschaft zurück.“, sagte Merkel.
Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements
Den ersten Platz des bundesweiten Wettbewerbs "Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2010" erhielt die Bürgerstiftung Bad Essen aus Niedersachsen. Sie unterstützt mit 16 so genannten „Integrationslotsen“ türkische Eltern dabei, den Alltag mit ihren Kindern zu verbessern.
Mit dem zweiten Platz zeichnete die „Aktive Bürgerschaft“ das Engagement der Bürgerstiftung Hamburg aus. Das Projekt Stiftungsfonds "Hamburger Anker" greift überforderten Eltern unter die Arme. Einer Vernachlässigung der Kindern wird so frühzeitig vorgebeugt.
Großartige Leistung der Helferinnen und Helfer
Bundeskanzlerin Merkel hob hervor, dass die beiden Stiftungen stellvertretend für viele andere stünden. In Deutschland betätigen sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich. Alle leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander.
Der bundesweite Wettbewerb zeigte: Ob Sportverein, Jugendclub oder soziales Integrationsprojekt, die Möglichkeit für ehrenamtliche Betätigungen sind vielfältig. Wichtig für die Motivation von Helferinnen und Helfern sind gesellschaftliche Anerkennung und staatliche Förderung.
Bundeskanzlerin Merkel informierte, dass die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt weiter entwickeln werde. Ehrenamtliches Engagement werde immer wichtiger.
Die gesellschaftlichen Strukturen in den letzten Jahrzehnten haben sich verändert. Viele Familien leben - getrennt von ihren Angehörigen - in entfernten Städten. Gegenseitige Unterstützung ist so oftmals nicht möglich. „Umso wichtiger ist es, dass Menschen sich um andere Menschen kümmern“, betonte Merkel.
Seit 1998 verleiht die Aktive Bürgerschaft jährlich den "Förderpreis Aktive Bürgerschaft" an gemeinnützige Organisationen, die aktiv Verantwortung für das soziale und kulturelle Leben vor Ort übernehmen. Über 1.000 Vereine und Stiftungen aus ganz Deutschland bewarben sich bereits insgesamt. Die begehrte Auszeichnung ging bisher an mehr als 40 gemeinnützige Initiativen.
Seit 2002 wird der Förderpreis Aktive Bürgerschaft für Bürgerstiftungen ausgeschrieben. Der bundesweite Wettbewerb will eine breite Öffentlichkeit auf innovative Modelle bürgerschaftlicher Selbstorganisation aufmerksam machen und durch gute Beispiele zum Nachahmen anregen.
