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GM wieder allein verantwortlich für Opel

Di, 01.12.2009
General Motors hat die letzte Rate des deutschen Überbrückungskredits für Opel zurückgezahlt. Die Hilfe für die Tochter des US-Autobauers kostete den Steuerzahler somit nichts. Die im Juni bewilligte Brückenfinanzierung von 1,5 Milliarden Euro war allerdings für die Rettung von Opel entscheidend.
Mit dem Beschluss, Opel nicht zu verkaufen, hat der US-Konzern wieder die alleinige Verantwortung für die rund 25.000 Opel-Mitarbeiter in Deutschland übernommen. Die Opel-Treuhand ist aufgelöst worden. Sie diente als Treuhänder für 65 Prozent der Firmenanteile von GM an Opel. General Motors hat die Anteile zurück erhalten und ist damit wieder Alleininhaber der Adam-Opel GmbH.
 

Stellenabbau - aber Erhalt der Werke

 
General Motors plant zur Sanierung von Opel in Deutschland einen erheblichen Stellenabbau. Die Werke sollen jedoch fortbestehen, verlautete nach Gesprächen des neuen GM-Europa-Chefs Nick Reilly mit den betroffenen Bundesländern.
 
Die Restrukturierungspläne von GM seien früheren Konzepten "sehr ähnlich", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Zapatero am 25. November. Für Opel und GM Europe bestehen nunmehr wieder Chancen. Die Kanzlerin erinnerte daran, dass es deutsche Hilfen waren, die Opel und GM Europe über eine schwierige Wegstrecke geholfen haben.
 

Europa gegen Subventionswettlauf

 
Hochrangige Regierungsvertreter der Länder mit Opel/Vauxhall Werken und der EU-Kommission schlossen einen Subventionswettlauf in Europa aus. Es werde keine Alleingänge bei Krediten oder Bürgschaften  geben. Die EU-Wettbewerbsregeln werden eingehalten, ließ EU-Kommissar Günther Verheugen in Brüssel verlauten.
 

Deutschland und Spanien wollen zusammenarbeiten 

 Deutschland und Spanien  werden auch beim Thema Opel zusammenarbeiten. Dies wurde vor einem Gespräch zwischen Bundeskanzlerin Merkel und Spaniens Regierungschef Zapatero im Gästehaus Meseberg bekannt. Spanien übernimmt im Januar den EU-Ratsvorsitz.
 
Der GM-Verwaltungsrat hatte am 3. November überraschend angekündigt, sein Europageschäft selbst sanieren zu wollen. Der neue Europachef Nick Reilly kündigte danach im Bundeswirtschaftsministerium ein neues Restrukturierungskonzept an. Der Schwerpunkt soll auf Westeuropa liegen, der Finanzierungsbedarf bei 3,3 Milliarden Euro.

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in ihrer Regierungserklärung am 10. November die besondere Verantwortung von General Motors für Opel. Für die Arbeitnehmer forderte sie "eine konkrete Lösung, die Arbeitsplätze, Know-How und Standorte sichert". Von GM werde ebenso "ein verlässliches Konzept", wie auch die Finanzierung des Hauptanteils der Neuorganisation erwartet.
 
Die Kanzlerin appellierte zudem an das Unternehmen, sich in Zukunft gleichermaßen für seine amerikanischen und seine europäischen Standorte zu engagieren.  Eine "faire Balance" sei die "entscheidende Bedingung" für einen Erfolg der kommenden Gespräche.

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