Das Bundesentwicklungsministerium stellt zusätzliche 52 Millionen Euro für die zivile Unterstützung Afghanistans zur Verfügung. Insgesamt investiert das Ministerium im laufenden Jahr damit 144 Millionen Euro in der Krisenregion.
Aus einem flexiblen Regionalentwicklungsfonds sollen in der nördlichen Region Kunduz Erwerbsmöglichkeiten und gute Regierungsführung unterstützt werden. Daneben sollen die rechtstaatlichen Strukturen und die Infrastruktur wie Brücken und Trinkwasserleitungen weiter ausgebaut werden.
Enge Zusammenarbeit mit den Verteidigern
Einen eindeutigen Akzent möchte Niebel ganz bewusst bei der Unterstützung des Nordens Afghanistans setzen. Die Menschen hätten mehr davon, wenn ein Land seine Hilfe auf eine Region konzentriere, so der Minister.
Niebel will "Hand in Hand" Synergien mit dem Verteidigungsministerium suchen. "Es soll eine deutliche Verbesserung der Zusammenarbeit der Ministerien geben", erklärte der Minister. Nichtzuletzt möchte Niebel deswegen die Führungsebene seines Ministeriums anpassen. Ein neuer Planungsstab soll dazu beitragen, strategische Ziele besser verwirklichen zu können.
Hilfe zur Selbsthilfe im Grenzgebiet
Stabilität in Afghanistan kann es nur geben, wenn auch das Grenzgebiet zu Pakistan befriedet wird. Deswegen sind 10 Millionen Euro aus dem Haushalt des Ministeriums für diese Region vorgesehen.
Ziel ist die Verbesserung der pakistanischen Regierungsführung. "Damit leisten wir effektiv Hilfe zur Selbsthilfe", so der Minister.

