"Was sich in den vergangenen 40 Jahren verändert hat durch die Arbeit der Zivildienstleistenden, ist unglaublich", sagte von der Leyen. Früher mussten Zivildienstleistende gegen Vorurteile kämpfen, sie galten etwa als "Drückeberger". Heute seien es jedoch lieb gewonnene Menschen, auf deren Hilfe das Land angewiesen sei.
Die Kanzlerin bezeichnete den Zivildienst als zusätzliche Leistung, die den Menschen in den Einrichtungen das Leben etwas leichter machen, die aber nicht zum Abbau regulärer Stellen genutzt werden darf. Der Zivildienst habe ganz stark die Rolle der Männer in der Gesellschaft geprägt und deren Fähigkeiten und Möglichkeiten in der Fürsorge mit ausgebildet.
Erster Schritt in den Beruf
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Darüber hinaus soll in einem geplanten Modellversuch erprobt werden, ob durch Verlängerung eines abgeleisteten Zivildienstes ein Ausbildungsabschluss erlangt werden kann. Aber eines machte die Kanzlerin deutlich: Niemand solle gezwungen werden, sondern es gehe darum, neue Chancen zu eröffnen.
Bald freiwillige Zivildienstverlängerung möglich
Für alle jungen Leute, die ihren Zivildienst auf freiwilliger Basis länger als neun Monate absolvieren möchten, gibt es voraussichtlich ab 2009 diese Möglichkeit. Dies kündigte die Familienministerin an. Der Zivildienst könne dann bis zu sechs Monate zu den selben Konditionen verlängert werden.
Jährlich 85.000 Männer sind in Deutschland als Zivildienstleistende tätig. Die Zivildienstschule Schleife ist die erste in den neuen Bundesländern eingerichtete Zivildienstschule, die von einer Frau geleitet wird. Bis Ende 2007 gab es bundesweit ungefähr 118.000 Zivildienstplätze und 72.308 Zivildienstleistende, die in insgesamt 20 Schulen in Deutschland ihre Lehrgänge absolvierten.

