Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser neuer Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, führte den neuen Präsidenten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in sein Amt ein. "Ich freue mich, dass das BIBB mit Ihnen einen ausgewiesenen Fachmann des nationalen wie des internationalen Berufsbildungssystems an die Spitze bekommt", sagte sie. Esser träte für seine Überzeugungen ein und sei mit Leidenschaft dabei.

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, neuer Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung

Friedrich Hubert Esser

Foto: BIBB

Zuvor hatte die Bundesministerin den ehemaligen Präsidenten des BIBB, Manfred Kremer, in den Ruhestand verabschiedet. "Herr Kremer hat das BIBB mit seiner fachlichen Kompetenz, seiner Persönlichkeit und seinem großen Engagement nachhaltig geprägt. Hierfür meinen herzlichen Dank", betonte Schavan. Manfred Kremer hatte das Institut seit dem 1. Juli 2005 geleitet.

Mit Esser tritt ein anerkannter Experte für die berufliche Bildung an die Spitze des BIBB. Seit November 2004 leitete er die Abteilung "Berufliche Bildung" beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin. Er kennt das Bonner Institut auch aus langjähriger unmittelbarer Mitwirkung in den verschiedensten BIBB-Gremien. So gehört er zum Beispiel dem höchsten Gremium, dem BIBB-Hauptausschuss, seit dem Jahr 2005 an.

Vor seiner Tätigkeit beim ZDH war der 1959 in Grevenbroich geborene Rheinländer 13 Jahre beim Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk (FBH) an der Universität zu Köln tätig - zuletzt als stellvertretender Direktor. 2005 wurde er von der Universität zu Köln zum Honorarprofessor ernannt. Dort hatte der verheiratete zweifache Familienvater 1997 auch promoviert.

Sein Handwerk hat der 52-Jährige "von der Pike" auf gelernt. Nach einer Ausbildung im Bäckerhandwerk in Grevenbroich hat Esser sein Abitur über den "zweiten Bildungsweg" gemacht und von 1983 bis 1989 in Braunschweig und Köln Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik studiert.

Zu seinen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten gehören insbesondere die Berufs- und Qualifikationsforschung, die europäische Berufsbildung, der Deutsche und Europäische Qualifikationsrahmen (DQR und EQR) sowie das Thema "Entrepreneurship" (Unternehmertum). Er ist darüber hinaus Autor und Herausgeber zahlreicher handwerkswissenschaftlicher Publikationen.

Rundbrief Ausbildung Nr. 2 vom 05. Mai 2011 PDF, 360.6 KB, barrierefrei zurück zum Inhaltsverzeichnis