Merkel trifft Obama in Krün

USA sind Freund und Partner

Kurz vor dem G7-Gipfel haben Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Obama die Gemeinde Krün besucht. Mit Blasmusik, Trachten und einer bayerischen Brotzeit wurden sie von den Bürgerinnen und Bürger des kleinen Ortes nahe Schloss Elmau empfangen.

Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Obama treffen sich in Krün.

Zünftige Brotzeit: Bundeskanzlerin Merkel trifft im oberbayerischen Krün US-Präsident Obama.

Foto: Bundesregierung/Kugler

Vor dem Rathaus von Krün trugen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der amerikanische Präsident Barack Obama in das Goldene Buch des Dorfes ein. Die Gemeinde zählt etwa 1.900 Einwohner und liegt rund zehn Kilometer von Schloss Elmau entfernt.

Empfang mit Trachten und Blasmusik

Die Kanzlerin freute sich, dass Obama vor dem Gipfel die Gelegenheit ergriffen hat, ein Stück deutsches und oberbayerisches Kulturgut näher kennenzulernen. In dieser Region seien Tradition und Moderne eng miteinander verbunden, so Merkel. "Es ist ein schönes Stück Deutschland."

Sie verwies auf die engen Beziehungen Deutschlands und der USA. "Wir feiern in diesem Jahr 25 Jahre Deutsche Einheit und ich möchte das zum Anlass nehmen, einfach noch einmal 'Danke' zu sagen", erklärte Merkel.

Trotz mancher Meinungsverschiedenheiten seien die Vereinigten Staaten von Amerika Freund und Partner. Beide Länder würden eng kooperieren, weil es in beiderseitigem Interesse sei, und weil beide gemeinsame Werte teilten, sagte die Kanzlerin. "Und das zeigt sich auch in der Anwesenheit der Menschen hier vor Ort."

Obama lobt Partnerschaft

Auch Obama würdigte die deutsch-amerikanische Freundschaft. "Heute morgen feiern wir eines der stärksten Bündnisse, das die Welt je gekannt hat", sagte er. "Ich bin in Dankbarkeit für die gemeinsame Geschichte hierher gekommen." Obama verwies auf die große Zahl bayerischer Einwanderer in seiner Heimatstadt Chicago.

Anschließend sprachen die Kanzlerin und der amerikanische Präsident in Schloss Elmau über die Lage in der Ukraine und die Beziehungen zu Russland. Außerdem tauschten sie sich über die Nato und das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP aus.

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