Initiative der Deutschen Sporthilfe

Türöffner in die Berufswelt

Bundeskanzlerin Merkel hat die Praktikantenbörse "Unternehmen suchen Spitzensportler" gestartet. Das Portal soll Athletinnen und Athleten auf dem Weg in die zweite Karriere unterstützen. Die Kanzlerin hatte dazu Vertreter von "Sprungbrett Zukunft" empfangen, einer Initiative der Deutschen Sporthilfe.

Kanzlerin Merkel beim der Diskussionsrunde zu "Sprungbrett Zukunft"

Kanzlerin Merkel beim der Diskussionsrunde zu "Sprungbrett Zukunft" im Bundeskanzleramt.

Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

"Wie kann es gelingen, sich neben dem Sport zusätzlich beruflich zu qualifizieren oder aber nach dem Sport zumindest Anschluss zu finden?" Mit diesen Worten formulierte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Frage, die sie mit Wirtschaftsunternehmen und Sportlerinnen und Sportlern diskutierte. Als Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Sporthilfe (DSH) hatte Merkel zur Veranstaltung zur Initiative "Sprungbrett Zukunft" ins Bundeskanzleramt eingeladen.

Zweite Karriere fördern

Athletinnen und Athleten stehen vor der Herausforderung, sportliche Leistung mit beruflicher Bildung zu vereinen. "Der Spagat gelingt vielen, aber es ist ein wahnsinniger Spagat, und es ist eine harte Belastungsprobe", erklärte die Kanzlerin.

Bisher unterstützen mehr als 100 Unternehmen "Sprungbrett Zukunft". Unter ihnen rund die Hälfte der 30 DAX-Konzerne. Sie beteiligen sich mit Kurzzeit-Praktika, vereinfachten Bewerbungsverfahren für Spitzenathleten oder mit Mentorenprogrammen. Weitere Unternehmen sollen motiviert werden, der Initiative beizutreten.

Initiative "Sprungbrett Zukunft"
Mit einer Karriere im Spitzensport können berufliche Unsicherheiten verbunden sein. Die DSH hat daher die Initiative "Sprungbrett Zukunft – Sport & Karriere" ins Leben gerufen. Die Initiative ruft Wirtschaftsunternehmen dazu auf, deutsche Spitzenathletinnen und -athleten in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen.

"Unternehmen suchen Spitzensportler"

Durch die Praktikantenbörse sollen Wirtschaftsunternehmen auf Sportlerinnen und Sportler als Praktikantinnen und Praktikanten aufmerksam gemacht werden. Merkel ermutigte Athletinnen und Athleten, diese Möglichkeit zu nutzen, "Türöffner in die künftige Berufswelt zu finden".

Zugleich bietet die Börse Unternehmen die Chance, potenzielle Fachkräfte mit besonderen Fähigkeiten kennenzulernen. "Wer nämlich durch die harte sportliche Laufbahn gegangen ist, der muss Ausdauer haben, der muss zielstrebig sein. Viele haben ein hohes Maß an Teamgeist und Einsatzbereitschaft. Das sind alles Tugenden, die im Beruf ebenso wie im Sport zählen", so die Kanzlerin.

Die Praktikantenbörse wurde von der DSH, der Deutschen Bank und der Deutschen Unternehmerbörse entwickelt. Athletinnen und Athleten stellen sich auf der Plattform vor, mit Angaben zu Praktikumswunsch, bisherigen Erfahrungen und Qualifikationen. Unternehmen können sich die Profile ansehen, Kandidaten auswählen und anschreiben und so mit Spitzensportlern kooperieren.

Chancen auch beim Bund

Die Bundesregierung bietet seit Jahren Ausbildungsstellen für Spitzensportlerinnen und -sportler bei Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll. Duale Karrieren von Athletinnen und Athleten zu unterstützen, ist ein zentraler Punkt der Sportpolitik der Bundesregierung.

Zu den Gästen der Veranstaltung im Bundeskanzleramt gehörten neben Sportminister Thomas de Maizière zahleiche Spitzensportler. Unter ihnen auch Franziska van Almsick. Die mehrfache Schwimm-Welt- und -Europameisterin ist stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der DSH.

Deutsche Sporthilfe
Im Jahr 1967 gegründet, hat die DSH bisher mehr als 46.000 deutsche Sportlerinnen und Sportler gefördert. Derzeit unterstützt sie rund 3.800 Nachwuchs- und Spitzensportler. Seit Gründung hat die Sporthilfe über 385 Millionen Euro aufgewendet und Athleten aus über 50 Sportarten gefördert. Sie hat 90 Prozent aller Olympiasiegerinnen und - sieger unterstützt. Seit dem 31. Januar 2006 ist Bundeskanzlerin Angela Merkel Ehrenkuratorin der DSH.

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