Empfang im Kanzleramt

Praemium Imperiale für Wolfgang Laib

Der Praemium Imperiale ist einer der bedeutendsten internationalen Kunstpreise. In diesem Jahr geht er in der Kategorie Skulptur an den deutschen Künstler Wolfgang Laib. Zur Bekanntgabe der Preisträger lud Kulturstaatsministerin Grütters ins Kanzleramt. Bundeskanzlerin Merkel gratulierte ebenfalls.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit Praemium-Imperiale-Preisträgern.

Die Preisträger mit Bundeskanzlerin Merkel und Kulturstaatsministerin Grütters.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Der Praemium Imperiale wird jedes Jahr von der Japan Art Association für ein Lebenswerk vergeben. Ziel der Auszeichnung ist es, zu Frieden und Völkerverständigung mit Mitteln der Kunst beizutragen. Am Donnerstag (10. September) wurden die Preisträger des diesjährigen "Nobelpreises der Künste" bekannt gegeben.

Preisträger in der Kategorie Skulptur ist Wolfgang Laib. Charakteristisch für Laibs Werk ist das Arbeiten mit natürlichen Materialien, wie Bienenwachs und Reis. Bekannt wurde er aber vor allem durch die sogenannten "Milchsteine". Laib war 1982 Teilnehmer der documenta 7 und 1987 der documenta 8 in Kassel. Der Preis wird dem Künstler im Oktober in Tokyo verliehen.

In der Kategorie der Unterstützung junger Nachwuchskünstler (Young Artists) wurde die Yangon Film School (YFS) aus Myanmar ausgezeichnet. Die YFS wurde von der anglo-burmesischen Filmemacherin Lindsay Merrison als non-profit Organisation gegründet. Sie bringt erfahrene Filmemacher aus der ganzen Welt mit angehenden Cineasten zusammen.

Unterstützung der Flüchtlingsarbeit des Goethe-Instituts

Der Preis für die Young Artists wurde bereits am Donnerstagvormittag in der Bertelsmann-Stiftung verliehen. Dort überreichte der Vorsitzende der Japan Association, Hisashi Hieda, dem Präsidenten des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, außerdem einen Scheck über 100 Millionen Yen (umgerechnet rund 750.000 Euro) für die Flüchtlingsarbeit des Goethe-Instituts in Deutschland.

Beim anschließenden Empfang im Bundeskanzleramt würdigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters das Engagement der Japan Art Association und die großzügige Spende: "Das Leitmotiv der Praemium Imperiale ist, mit den Mitteln von Kunst und Kultur zur Verständigung zwischen den Völkern beizutragen. Die Kultur ist heute mehr denn je als Brückenbauerin und Förderin von Dialog und Verständigung gefragt. Die spontane Unterstützung des Goethe-Instituts durch diese noble Spende der Japan Art Association zeigt die weltweite Verantwortungsbereitschaft zur Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskrise. Ich bin für diese Geste, die der integrativen Kraft der Kultur zu gute kommen wird, sehr dankbar."

Der Praemium Imperiale wird seit 1989 vergeben. Der "Nobelpreis der Künste" unter der Schirmherrschaft des japanischen Kaiserhauses ist mit 15 Millionen Yen (115.000 Euro) dotiert. Die Kategorien des Praemium Imperiale sind: Film/Theater, Musik, Skulptur, Architektur und Malerei. In einer weiteren Kategorie wird die Unterstützung junger Nachwuchskünstler ausgezeichnet. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt zeitgleich in den Ländern der sechs nationalen Berater (Paris, Rom, London, New York, Tokyo und Berlin).

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