Kulturstaatsministerin Grütters würdigt Attentats- und Umsturzversuch vom 20. Juli 1944

  • Pressemitteilung 263
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat als Vertreterin der Bundesregierung am (heutigen) Montag zum Gedenken an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft anlässlich des 71. Jahrestages des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Plötzensee erklärt: „Die Frauen und Männer um Graf von Stauffenberg, die mit dem Attentat auf Hitler heute vor 71 Jahren dem Terror und der Gewalt der Nationalsozialisten ein Ende setzen wollten, folgten ihren Überzeugungen ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben. Sie stellten sich ihrer moralischen Verantwortung, wo die schweigende Mehrheit die Augen verschloss, wo andere behaupteten, keine Wahl und keine Alternativen gehabt zu haben. Die Überzeugungen der Männer und Frauen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus leben fort in unserer Demokratie, die die Würde des Menschen als unantastbar achtet.“

Monika Grütters: „Es bleibt unsere immerwährende Verantwortung, die Erinnerung an das Geschehene wach zu halten - auch wenn irgendwann keine Zeitzeugen mehr unter uns sind. Deshalb erhalten Bund und Länder gemeinsam die authentischen Gedenkorte als Zeitzeugnisse für künftige Generationen.“

An der Feierstunde zum Gedenken an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus nahmen - neben Angehörigen der Widerstandskämpfer - Repräsentanten der Verfassungsorgane des Bundes und des Landes Berlin teil und legten Kränze nieder.

Am 20. Juli 1944 verübte Graf von Stauffenberg ein Attentat auf Adolf Hitler, um die nationalsozialistische Gewaltherrschaft zu beenden. Nach dem Scheitern des Umsturzversuchs wurden Stauffenberg und einige seiner Mitverschwörer im Hof des Bendlerblocks hingerichtet. Zahlreiche Gegner der nationalsozialistischen Diktatur wurden im ehemaligen Strafgefängnis Berlin-Plötzensee umgebracht. Die heutige Gedenkstätte Plötzensee ist Teil der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand, die je zur Hälfte aus dem Etat der Kulturstaatsministerin mit rund 1, 8 Mio. Euro und vom Land Berlin gefördert wird. Sie führt auch die Geschäftsbesorgung für die Stiftung 20. Juli 1944 durch, die gemeinsam mit der Bundesregierung die traditionelle jährliche Gedenkfeier zum 20. Juli im Ehrenhof des Bendlerblocks bzw. in Plötzensee organisiert.

Weitere Informationen unter: www.gdw-berlin.de

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