Kulturstaatsministerin Grütters fördert Juniorprofessur für „Migration und Integration der Russlanddeutschen“ an der Universität Osnabrück

  • Pressemitteilung 320
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, hat die Einrichtung einer Juniorprofessur für „Migration und Integration der Russlanddeutschen“ initiiert. Sie wird am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück eingerichtet. Staatsministerin Monika Grütters erklärte dazu: „Mein Haus setzt mit dieser Juniorprofessur zur Erforschung der russlanddeutschen Migrationen ein Zeichen, dass über die historische Dimension hinaus auch der gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung dieses Themas stärkere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die bislang eher vereinzelte Befassung mit dem Thema der russlanddeutschen Migration seit dem späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart wird mit der Juniorprofessur nachdrücklich befördert. Zugleich erhoffe ich mir, dass von der vergleichenden Erforschung der russlanddeutschen Migrationen auch Impulse für die allgemeine Migrationsforschung ausgehen.“

Die zunächst auf drei Jahre befristete Juniorprofessur ergänzt die Arbeit des IMIS, das interdisziplinär die vielfältigen Dimensionen von Migration, Integration und Interkulturalität in Geschichte und Gegenwart untersucht. Übernehmen wird sie am heutigen Dienstag Dr. Jannis Panagiotidis. Er studierte Osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen an den Universitäten Tübingen und Athen. Weitere Stationen waren das Europäische Hochschulinstitut in Florenz, die Universität Haifa, die Freie Universität Berlin sowie das Imre-Kertész-Kolleg an der Universität Jena.

Die Juniorprofessur ist Teil des Akademischen Förderprogramms, mit dem BKM Forschungen zu Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa anregt. Weitere Juniorprofessuren zu “Interethnischen Beziehungen unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Minderheiten in Südosteuropa“ und zur „Kunstgeschichte Ostmitteleuropas mit Schwerpunkt auf den Regionen des gemeinsamen Kulturerbes vom ausgehenden Mittelalter bis zum Beginn der Moderne“ bestehen an der Universität Tübingen und an der TU Berlin.

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