Jahreswirtschaftsbericht 2014

Impulse für Wachstum und Zusammenhalt

Solides Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent und mit 42,1 Millionen so viele Beschäftigte wie noch nie - das erwartet die Bundesregierung für 2014. Sie will die Grundlagen für Wohlstand, gesellschaftlichen Zusammenhalt und hohe Lebensqualität in Deutschland weiter sichern und ausbauen.

Mitarbeiter der Siemens AG arbeiten in einem Gasturbinenwerk

2014 erwartet die Bundesregierung einen neuen Rekord der Beschäftigtenzahlen

Foto: picture alliance / dpa

Das Kabinett hat den Jahreswirtschaftsbericht 2014 beschlossen. Danach setzt die Bundesregierung 2014 auf Zukunftsinvestitionen, Innovationen und Forschung, leistungsfähige Infrastrukturen, die Integration von Arbeitskräften und nicht zuletzt auf die weitere Internationalisierung der deutschen Wirtschaft.

Mit einem Plus von 1,8 Prozent wird das Wirtschaftswachstum weiterhin über dem Durchschnitt des Euroraums liegen. Die Binnennachfrage und weiter steigende Beschäftigung machen das möglich. Der Zuwachs von 240.000 auf 42,1 Millionen Beschäftigte bedeutet einen neuen Rekord.

Gute Nachricht für Deutschland und Europa

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, erklärte dazu: "Die deutsche Wirtschaft ist auf einen stabilen und breit angelegten Erholungskurs eingeschwenkt. Die Dynamik der deutschen Binnenwirtschaft ist nicht nur eine gute Nachricht für Deutschland, sondern auch für unsere Partner in Europa."

Mindestlohn kommt

Der Arbeitsmarkt ist so aufnahmefähig wie nie zuvor. Er eröffnet vielen Menschen Chancen, die es bisher nicht gab. Gute Arbeit soll sich lohnen und die Existenz sichern. Dafür sorgt die Bundesregierung und wird einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde einführen.

Ausgeglichener Haushalt

Für das Jahr 2014 strebt die Bundesregierung einen strukturell ausgeglichenen Haushalt an. 2015 will sie keine Kredite zur Finanzierung des Haushalts mehr aufnehmen.

Energiewende fortführen

Die Bundesregierung führt die Energiewende 2014 konsequent fort. Ihr Ziel ist ein nachhaltiger und bezahlbarer Ausbau alternativer Energien. Bis Ostern soll ein Reformvorschlag für das Erneuerbare Energien Gesetz vorliegen.

Rente mit 63 Jahren

Mit einem abschlagsfreien Renteneintritt ab 63 Jahren nach 45 Versicherungsjahren würdigt die Bundesregierung die Lebensleistung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Die Erziehungsleistung von Müttern und Vätern für vor 1992 geborene Kinder wird anerkannt. Für diese Kinder wird ein zusätzlicher Entgeltpunkt in der Rentenversicherung gewährt.

Strukturreformen EU-weit fortsetzen

Auf europäischer Ebene will die Bundesregierung die gesteckten Ziele der Wettbewerbsfähigkeit und Haushaltskonsolidierung durch eine ausgewogene Politik für Wachstum und Beschäftigung erreichen.

Dafür müssen Länder mit großen Defiziten ihre Strukturreformen fortführen. Im Zuge der Bankenunion soll die EU auch systemrelevante Banken abwickeln können.

Der Jahreswirtschaftsbericht dient der Information der Öffentlichkeit und der Gebietskörperschaften über die wirtschaftlichen Erwartungen. Zudem formuliert die Regierung ihre wirtschafts- und finanzpolitischen Ziele für das Jahr.

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